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Jeverländisches Mahnmal am Upschloot.
Der Upschloot ist der Damm, auf dem die alte Friesische
Heerstraße von Oldenburg nach Jever den Grenzgraben zwischen dem
Harlingerland und dem Jeverland überquert. In dieser einst sumpfigen
Landschaft geht die ostfriesische Geest in die Marsch über.
Im Mittelalter war die Gegend immer wieder Schauplatz
blutiger Kämpfe um die Vorherrschaft über die friesischen
„Herrlichkeiten“. Das Harlingerland
Gelangte im Jahre 1600 an die Grafschaft Ostfriesland, die
1744 an Preußen fiel.
Das Jeverland verlor seien Selbstständigkeit 1575 an
Oldenburg, 1867 an Anhalt – Zerbst und 1793 an Russland. In der zeit
Napoleon gehörte die ganze ostfriesische Halbinsel zu Holland, danach zu
Frankreich. bis auf dem Wiener
Kongress 1815 Europa neu geordnet wurde. Der Graben blieb
Staatsgrenze; nun trennte er das Königreich Hannover vom Großherzogtum
Oldenburg. Die politischen Veränderungen des 19. und 20. Jahrhunderts
haben die Bedeutung
Dieser Grenze mehrfach gewandelt. Heute verbindet der
Upschloot die Landkreise Friesland und Wittmund sowie die Kirchen von
Oldenburg und Hannover.
Unter dem Eindruck des Zweiten Weltkrieges und der
menschenverachtenden
Gewalt des Nationalsozialismus hat 1948 ein Kreis von
Betroffenen an diesem
Geschichtsträchtigen Ort ein Kreuz als Mahnmal gegen jeden
künftigen Krieg
Errichtet. In der schwermütigen Landschaft ist es ein
Zeichen christlicher Hoffnung auf den Frieden, der alle Grenzen
überwindet. Zugleich erinnert das Kreuz an die Menschen, die aus
politischen, rassischen und religösen Gründen
Ihr Leben verloren haben. Findlinge mit den Namen der
Kirchengemeinden des Jeverlandes säumen einen kleinen Wald, in dem jeder
Baum für einen Kriegstoten aus der Gemeinde Cleverns – Sandel steht.
Zweimal in jedem Jahr (Himmelfahrtstag 10.00 Uhr,
Totensonntag 15.00 Uhr) wird unter dem Jeverländischen Mahnmal ein
Gottesdienst gefeiert.
Zu allen
Jahreszeiten lädt die von der Freiwilligen Feuerwehr Cleverns – Sandel
gepflegte Anlage die Vorbeikommenden zu Rast und Einkehr. |