Onlineprojekt Gefallenendenkmäler

Tettau, Gemeinde Schönberg, Landkreis Zwickau, Sachsen

PLZ 08393

Im Friedhof Tettau auf einem Sockel stehende Gedenkstele aus Sandstein für die
in den beiden Weltkriegen gefallenen und vermissten Soldaten.
Bei der Restaurierung des 100 Jahre alten Denkmals 2023 wurden die Namen wieder lesbar eingraviert
und noch einige Namen aus anderen Quellen ergänzt.

Inschriften:

Sockel
UNSEREN
GEFALLENEN BRÜDERN
DIE
KIRCHGEMEINDE TETTAU
1939 – 1945
(Namen)

Stele
FRÖHLICH
IN
HOFFNUNG
1914 – 1918
(Namen)

Namen der Gefallenen:

1. Weltkrieg

Name Vorname Wohnort Bemerkungen
BAUER Felix Koblenz
BÖTTCHER Paul Breitenbach
ELM Albert Koblenz
ERLER Max Breitenbach
ERLER Willy Breitenbach
FIEDLER Alfred Wünschendorf
FISCHER Fritz Tettau
GABLER Oswin Koblenz vermisst
GUMPRECHT Willy Wünschendorf
JOST Oswald Tettau
KRETZSCHMANN Max Oberdorf
LIEBOLD Curt Tettau
MUNTSCHICK Hans Tettau
POHLE Albert Koblenz
POHLE Alfred Koblenz
POHLE Otto Koblenz vermisst
SCHMIDT Ernst Wünschendorf
SCHMIDT Reinhard Wünschendorf
SPECK Max Wünschendorf
THIEME Erich Oberdorf
WALTHER Heinrich Koblenz
WEBER Guido Wünschendorf
WESSER Max Oberdorf

2. Weltkrieg

Dienstgrad Name Vorname Geburtsdatum & Ort Todesdatum & Ort Wohnort Bemerkungen
APEL Iwan Felix 1944
Wünschendorf
Wünschendorf zu Hause verstorben und beigesetzt
BENICKE Fredo Oberdorf vermisst
BODENSCHATZ Willy Wünschendorf
Grenadier ECKSTEIN Werner 04.02.1923 Breitenbach 24.11.1942
bei Bol. Rossoschka (Russland)
Breitenbach Kriegsgräberstätte Rossoschka
FIEDLER Günther Breitenbach vermisst
FIEDLER Werner Breitenbach vermisst
FORBERICH Herbert Wünschendorf vermisst
Obergefreiter GABLER Herbert 14.11.1913
Koblenz
20.03.1943
Feldlazarett 269(m) Tossno (Russland)
Koblenz Name eingetragen im Gedenkbuch des Sammel-Friedhofs Sologubowka
Ober-Grenadier GEORGE Hans 12.04.1922 Breitenbach 10.02.1943
Smirnyje bei Malo-Archangelsk (Russland)
Breitenbach
GRAICHEN Günther 14.11.1907
Oberdorf
11.1942
an der Ostfront in Russland
Oberdorf vermisst bei Kalatsch am Don
GROßE Hermann Wolfgang 1944
Breitenbach
Breitenbach zu Hause verstorben und beigesetzt
HEIMER Kurt Koblenz
HOFMANN Erich Oberdorf
KUPSCH Erich Tettau vermisst
LEITHOLD Jochen Tettau
MEHLHORN Albert Wünschendorf vermisst
Soldat SANDER Arndt 05.04.1906 Wünschendorf 09.11.1945
Kgf.Hospital Tschornaja Retschka (Russland)
Wünschendorf
Oberschütze SCHÄFER Heinz 26.02.1914
Koblenz
20.04.1940
Bagn (Norwegen)
Koblenz Kriegsgräberstätte Oslo-Alfaset, Block A, Reihe 6, Grab 27
SCHNABEL Friedhelm Wünschendorf vermisst
SCHNABEL Kurt Oberdorf vermisst
SCHNABEL Werner Tettau
SCHULZE Erich Breitenbach vermisst
SCHUMANN Werner Tettau
SCHWIND Franz Tettau vermisst
Gefreiter SONNTAG Heinz 10.04.1920 Wünschendorf 23.09.1942
SS-Polizei-Feldlazarett Szablino (Russland)
Wünschendorf
SPECK Walther Wünschendorf vermisst
STELZNER Albert Koblenz
THIEME Ehrenfried Tettau vermisst
Schütze TITTEL Heinz 09.09.1919 Wünschendorf 10.09.1941
Feldlazarett 291 Lamoscha
Wünschendorf Kriegsgräberstätte Narva (Estland)
VÖLKL Albert Wünschendorf vermisst
WEBER Helmuth Wünschendorf vermisst
WEBER Kurt 06.04.1907 Wünschendorf 08.08.1944
an der Westfront in Frankreich
Wünschendorf Kriegsgräberstätte Marigny, Block 3, Reihe 28, Grab 1076
Obergefreiter WEBER Werner 28.11.1919 Wünschendorf 22.08.1944
Kgf.lager Smolensk (Russland)
Wünschendorf vermisst
WILKSCH Paul Tettau vermisst
WINKLER Gerhard Wünschendorf
WINKLER Paul Wünschendorf
WINKLER Rudolf Tettau

Weitere Informationen: Das Denkmal im Eingangsbereich des Tettauer Friedhofs nahe der Laurentiuskirche mit den Namen von
19 Gefallenen und 2 Vermissten im 1. Weltkrieg aus den Orten Tettau, Oberdorf, Wünschendorf, Koblenz und Breitenbach wurde
im September 1923 geweiht. Der Entwurf stammte von dem Architekten Gerhard Fritz Drechsler aus Leipzig und die Ausführung lag
in den Händen des Bildhauers Richard Tautenhahn aus Meerane. Das Ankersymbol auf der Stele und die Inschrift „FRÖHLICH IN
HOFFNUNG“ stehen für die Standhaftigkeit und Treue der im Krieg Gefallenen gegenüber ihrer Heimat sowie für die Hoffnung der
Hinterbliebenen in ihrer Trauer.
Im Jahr 1957 wurden zusätzlich die Namen von 16 Gefallenen und 18 Vermissten im 2. Weltkrieg in den Sockel des Denkmals
eingemeißelt. Diese Arbeit wurde vom Steinmetzbetrieb Max Edel & Sohn aus Nobitz-Ehrenhain ausgeführt.
Ergänzungen in Blau: Angaben von www.volksbund.de/graebersuche-online.
Ergänzungen in Grün: Eintragungen im Begräbnisbuch der Kirchgemeinde.
Ergänzungen 2. WK in Rot: Angaben aus dem Buch „Am liebsten würde ich wieder hinter meinem Pflug her schreiten – Die Briefe
meines Soldatenvaters 1940-1942“ von Roland Graichen, erschienen im Verlag Rockstuhl 2023.

Datum der Abschrift: 26.03.2026

Verantwortlich für diesen Beitrag: Joachim Schmiedel, Dresden und Joachim Krause, Möser (Abschrift)
Foto © 2021 Joachim Krause, Möser