PLZ 12589
Monument mit einem auf einem Erker stehenden, auf ein Schwert gestützten Soldaten, auf der Rückseite eine Tafel mit Inschrift und seitlich eine Erklärung zum Denkmal.
Auf der Tafel (aus rotem Granit in 3 Teilen) oben eine gravierte Friedenstaube, dann der Text.
Inschriften:
Ihr Menschen
Ihr habt selbst die Wahl.
Ihr selbst wählt Tod und Leben.
Der Friede Menschen
ist allein in Eure Hand gegeben.
Max Zimmering
Den Opfern von Faschismus und Krieg
I. Weltkrieg
1914 – 1918
5 Millionen Tote
II. Weltkrieg
1939 – 1945
55 Millionen Tote
Aus der Erklärung zum Denkmal: Das auf Initiative des Militärvereins Rahnsdorf errichtete und am 7.Oktober 1928 auf dem
Schonungsberg eingeweihte Denkmal erinnert an die 82 während des Ersten Weltkrieges gefallenen Soldaten des Köpenicker
Ortsteiles Rahnsdorf. Das vom Architekten Kurt Lange entworfene Denkmal besteht aus einem quadratischen Turm aus
Rüdersdorfer Kalkstein, der von einem Gang umgeben ist. Die in halber Turmhöhe befindliche und vom Bildhauer Otto Wenzel aus
Thüringer Muschelkalkstein geschaffene Figur stellt einen überlebensgroßen Roland dar, der - als Wächter auf sein Schwert
gestützt - ruhig und ernst in die Landschaft blickt. Gegenüber der Freitreppe befand sich eine bronzene Gedenktafel mit den Namen
der aus Rahnsdorf, Wilhelmshagen und Hessenwinkel gefallenen Soldaten. Diese, während der NS-Zeit mehrfach ergänzte, Tafel
wurde von einem Adler gekrönt. Zum 10. Jahrestag der Gründung der DDR im Jahre 1959 wurde das Denkmal zu einem Mahnmal
für die Opfer von Krieg und Faschismus umgestaltet. Nach der Entfernung der 1928 angebrachten Namenstafeln mit den Opfern
des Ersten Weltkrieges erfolgte die Errichtung dreier granitener Tafeln, auf denen die Anzahl der Toten beider Weltkriege sowie ein
Text des Schriftstellers Max Zimmerling aufgeführt wurden.
Neufassung aus redaktionellen Gründen am 30.07.2026.
Datum der Abschrift: Oktober 2004; 12.10.2008 (Ergänzungen)
Verantwortlich für diesen Beitrag: Heiko Klatt (www.ahnenforschung-klatt.de); Martina Rohde (Ergänzungen)
Foto © 2013 Wikimedia Marcus Cyron CC BY-SA 3.0, 2015 Fridolin freudenfett (Foto 1) CC BY-SA 4.0 (Fotos verkleinert)