Onlineprojekt Gefallenendenkmäler

Kipsdorf (Denkmal), Stadt Altenberg, Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen

PLZ 01773

Denkmal an der evangelisch-lutherischen Kipsdorfer Bergkirche
für die im Ersten Weltkrieg Gefallenen und Vermissten aus der damaligen Gemeinde.
Die beiden Tafeln mit ihren Namen wurden nach 1945 mit zwei weiteren Tafeln ergänzt,
um an dieser Stelle auch den Opfern des Zweiten Weltkriegs zu gedenken.

Inschriften:

Am Sockel des Kriegers (1. Weltkrieg)
DEUTSCHLAND MUSS LEBEN
UND WENN WIR STERBEN MÜSSEN

Ehemals angebrachte Tafeln (1. Weltkrieg)
(Namen)

Ehemals angebrachte Tafeln (2. Weltkrieg)
ALLEN OPFERN
DES ZWEITEN WELTKRIEGES

ER RICHTE UNSERE FÜSSE
AUF DEN WEG DES FRIEDENS

Namen der Gefallenen:

1. Weltkrieg

Dienstgrad Name Vorname Geburtsdatum & Ort Todesdatum & Ort Einheit Bemerkungen
Unteroffizier ADOLPH Walter 27.05.1890
Schmiedeberg, Dresden
30.09.1915
bei Rouvroy
(Frankreich)
Kgl. Preuß. Infanterie- Rgt. 88, 11. Komp. gefallen lt. Verlustliste Preußen 366 vom 29.10.1915
Unteroffizier BISCHOFF Alfred 01.12.1886
Priestewitz, Großenhain
14.10.1918 Kgl. Sächs. Reserve- Infanterie- Rgt. 241, 6. Komp. gefallen lt. Verlustliste Sachsen 571 vom 15.01.1919, Kriegsgräberstätte in Hooglede (Belgien) im Grab 6173
BRUHN Max Otto 27.11.1873 19.12.1918
Chemnitz
verstorben nach Kriegsende, Kriegsgräberstätte auf dem Friedhof in Chemnitz
Leutnant der Landwehr BUDDENSIEG Rudolf 27.05.1878
Dresden
25.04.1916
in den mittleren Vogesen
(Frankreich)
Kgl. Bayer. Ersatz- Infanterie- Rgt. 1, Brigade- Ersatz-Btl. 4, 1. Komp. gefallen lt. Verlustliste Bayern 268 vom 19.05.1916, Kriegsgräberstätte in Bertrimoutier (Frankreich) im Kameradengrab
CLEMENT Johann 02.08.1890
Kipsdorf, Dippoldiswalde
16.12.1918 Kgl. Sächs. Nachrichten- Ersatz- Abteilung 12, Erdtelegraphen- Ersatz-Zug Name: KLEMENT, verstorben infolge Verwundung am 15.12.1918 lt. Verlustliste Sachsen 595 vom 13.06.1919
Oberjäger FORKER Richard 08.09.1890
Niederpöbel, Dippoldiswalde
1916 Kgl. Sächs. Jäger-Rgt. 7, Reserve- Jäger-Btl. 26, 2. Komp. gefallen lt. Verlustliste Sachsen 327 vom 11.09.1916
Leutnant der Reserve HANS Walter 12.08.1891
Dux, Böhmen
23.05.1916 Kgl. Preuß. Garde- Grenadier- Rgt. 5, 7. Komp. gefallen lt. Verlustliste Preußen 552 vom 10.06.1916, Kriegsgräberstätte in Neuville-St.-Vaast (Frankreich) im Block 9, Grab 610
Grenadier HESSE Guido 23.11.1897
Hinterhermsdorf, Pirna
31.05.1917
bei Moronvilliers
(Frankreich)
Kgl. Sächs. Leib- Grenadier- Rgt. 100, 11. Komp. gefallen lt. Verlustliste Sachsen 421 vom 06.07.1917
Grenadier HICKMANN Heinrich 08.08.1890
Kipsdorf, Dippoldiswalde
08.07.1916 Kgl. Sächs. Grenadier- Rgt. 101, 8. Komp. verwundet am 06.07.1916 bei Chaulnes, verstorben im Feldlazarett lt. Verlustliste Sachsen 310 vom 02.08.1916, Kriegsgräberstätte in Maissemy (Frankreich) im Block 8, Grab 1061
HOESEL Wal. 03.02.1895 1914
KNAUTHE Fritz 27.10.1890 1914
KOCH Johann 20.01.1878 1914
Gefreiter LAUBERT Bruno 28.11.1896
Kipsdorf, Dippoldiswalde
30.09.1918 gefallen lt. Verlustliste Sachsen 557 vom 07.12.1918, Kriegsgräberstätte in Wavrin (Frankreich) im Block 2, Grab 16
PEUKERT Arthur 20.07.1882
Börnersdorf, Dippoldiswalde
1916 Kgl. Sächs. Reserve- Feldartillerie- Rgt. 23, 5. Batterie gefallen lt. Verlustliste Sachsen 326 vom 08.09.1916
RITTER Max 12.10.1892 1916
Freiwilliger Gefreiter SCHILLING Kurt 09.11.1894
Liegnitz, Schlesien
18.01.1915
bei Souain
(Frankreich)
Kgl. Sächs. Reserve- Infanterie- Rgt. 103, 7. Komp. von Frankreich tot gemeldet lt. Verlustliste Sachsen 261 vom 09.03.1916, Kriegsgräberstätte in Billy-Berclau (Frankreich) im Block 1, Grab 50
WINKLER Bruno 20.11.1878 1915
WUENSCHE Richard 25.10.1887 1915

Anmerkung: Das Kriegerdenkmal für die im 1. Weltkrieg Gefallenen und Vermissten aus der damaligen
Gemeinde Kipsdorf befindet sich an der evangelisch-lutherischen Bergkirche, in einer halbrunden Nische der
Stützmauer neben dem Treppenaufgang.
Nach einem Presseartikel in der Weißeritz-Zeitung vom 3. Juli 1923 wurde das Kriegerdenkmal von dem
Dresdner Bildhauer Paul Polte (1877-1952) geschaffen, der an der Dresdner Kunstakademie studierte und
Meisterschüler bei Georg Wrba war.
Am 24. Juni 1923 erfolgte die feierliche Weihe des Denkmals. Die Inschrift sollte der Überhöhung des
Opfertodes der gefallenen Soldaten für ihr Vaterland dienen und den in der Heimat hinterbliebenen
Angehörigen Trost spenden.
Die damals beidseitig des Kriegers befestigten Tafeln mit den 18 Namen der im 1. Weltkrieg Gefallenen und
Vermissten, wie auf der historischen Postkarte ersichtlich, sind heute nicht mehr am Denkmal vorhanden.
Auch die später darunter angebrachten zwei Tafeln für die Opfer des 2. Weltkrieges fehlen.

Ergänzungen in Magenta: Angaben aus den Verlustlisten 1. Weltkrieg (denkmalprojekt.org).
Ergänzungen in Rot: Angaben aus den Verlustlisten 1. Weltkrieg (genealogy.net).
Ergänzungen in Blau: Angaben vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (Gräbersuche Online).

Datum der Abschrift: 27.08.2026

Verantwortlich für diesen Beitrag: Joachim Schmiedel, Dresden
Foto © historische Postkarte 1920er Jahre, Verlag/Fotograf unbekannt; 2016 Wikimedia: Bybbisch94, Christian Gebhardt; CC BY-SA 4.0 (Foto verkleinert)