Onlineprojekt Gefallenendenkmäler

Hatzbach, Stadt Stadtallendorf, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Hessen

PLZ 35260

In der Kirche von Hatzbach hängt eine Ehrentafel mit den Namen der Teilnehmer des Deutsch-Französischen Krieges 1870-71.
Eine Ehrentafel von den Teilnehmern des Ersten Weltkrieges der Gemeinde Hatzbach hängt ebenfalls in der Kirche.
Neben den Namen der 79 Kriegsteilnehmer sind dort die zugehörigen Einheiten angegeben.
Auf einem Sandstein vor der Kirche befindet sich auf der einen Seite ein Siegerkranz,
auf der anderen Seite steht die Inschrift. Auf diesem Sandstein sind die Namen, Geburts- und Sterbedaten und die Sterbeorte der Gefallenen
aus dem Ersten Weltkrieg verzeichnet.

Inschriften:

1870/71
Gewidmet den Glorreichen
Siegern
von
1870-71

1. Weltkrieg
IHREN IM
WELTKRIEGE
GEFALLENEN
SÖHNEN

DIE
DANKBARE
GEMEINDE
HATZBACH

neuer Gedenkstein
DEM GEDENKEN UNSERER
GEFALLENEN UND VERMISSTEN

DIE GEMEINDE KATZBACH

Namen der Gefallenen bzw. Kriegsteilnehmer:

1870/71

Dienstgrad Name Vorname Geburtsdatum & Ort Todesdatum & Ort Einheit Bemerkungen
Soldat HAMEL Carl Johannes 25.08.1846 Hatzbach 02.10.1870 München im Lazarett 3. kurhess. Infanterie Reg. 83 Starb durch eine Schußverletzung in der Schlacht bei Woerth
Trainsoldat IMMEL Reinhard 27.05.1848 Hatzbach 01.09.1871 Meaux in Frankreich 3. kurhess. Infanterie Reg. 83 verstorben im Feldlazarett Nr. 1 des 11. Armeekorps
Musketier MÜLLER Conrad 05.01.1848 Hatzbach 01.09.1870 Schlacht bei Sedan 3. kurhess. Infanterie Reg. 83

1870/71 (Kriegsteilnehmer)

Dienstgrad Name Vorname Geburtsdatum & Ort Todesdatum & Ort
DIPPEL Andreas 22.11.1846 Hatzbach 21.01.1925 Hatzbach
HAAR Jakob 28.11.1849 Hatzbach 31.08.1924 Marburg
HAPPEL Peter 02.11.1845 Hatzbach 11.01.1910 Hatzbach
KEHR Kaspar 25.08.1848 Hatzbach 26.03.1900 Hatzbach
Hauptmann KNOBLAUCH Julius von 05.10.1852 Liegnitz 12.11.1907 Posen
KNOBLAUCH Rudolf von 19.10.1851 Liegnitz 30.03.1876 Straßburg
LITTEBRAND Johannes 05.12.1846 Hatzbach 02.02.1923 Hatzbach
MERGEL Johann Heinrich 06.03.1845 Hatzbach 14.09.1885 Hatzbach
Oberstleutnant OSKAR Normann 16.09.1833 Kassel 11.03.1914 Offenbach
SCHMIDT Johannes
VAUPEL Heinrich 10.07.1847 Hatzbach 22.01.1915 Speckswinkel

1. Weltkrieg

Dienstgrad Name Vorname Geburtsdatum & Ort Todesdatum & Ort Einheit Bemerkungen
Musketier BALZER Heinrich Ludwig 11.05.1896 Hatzbach 14.10.1916 Wojnin Dreifingerwäldchen Reserve-Infanterie-Regiment 251
Kanonier BREITENSTEIN Heinrich 07.10.1897 Hatzbach 11.07.1916 Misery, Département de la Somme, Picardie, France Feldartillerieregiment 95, 1.Batterie
Musketier HAPPEL Johann Valentin 19.09.1896 Hatzbach 28.03.1918 Arrast-Larrebieu, Département des Pyrénées-Atlantiques, Aquitaine, France Infanterie-Regiment 63
Oberleutnant KNOBLAUCH ZU HATZBACH Albrecht Ernst Theodor von 13.06.1888 Bad Arolsen 02.03.1916 bei Verdun Infanterie-Regiment 80 vermisst
Leutnant zur See KNOBLAUCH ZU HATZBACH Erwin von 01.03.1895 Posen 31.05.1916
in der Skagerrakschlacht
*)
Seemannsgrab auf Torpedoboot S 35
Seesoldat RUDEWIG Konrad 14.11.1887 Speckswinkel 19.12.1914 Nieuwpoort, Arrondissement Veurne, West Flanders, Belgium See-Bataillon 2 Kriegsgräberstätte Langemark
Wehrmann SCHMIDT Konrad 04.10.1879 Hatzbach 18.09.1916 Maizeray, Département de la Meuse, Lorraine, France Infanterie-Regiment 32
SCHMIDT Konrad Heinrich 05.07.1896 Hatzbach 07.04.1917 Karparthen Jägerbataillon 11 vermisst
Fahrer SCHNELLER Johannes Heinrich 22.08.1895 Hatzbach 13.12.1916 Samogneux, Département de la Meuse, Lorraine, France Reserve-Fußartillerie-Regiment 18 Überführt nach Hatzbach auf die Familiengrabstätte
Wehrmann SCHÜTZ Johann Heinrich 06.07.1881 Lischeid 20.05.1915 an der Lorettohöhe 6. Kompanie des Reserve-Infanterie-Regiment 157
Grenadier WAGNER Valentin Heinrich 20.12.1898 Hatzbach 20.08.1917 Carvin, Département du Pas-de-Calais, Nord-Pas-de-Calais, France Garde-Grenadier-Regiment 5 Kriegsgräberstätte in Carvin. Block 1 Grab 529
Unteroffizier WECKESSER Johannes 30.01.1895 Hatzbach 28.03.1918 Morcourt, Département de la Somme, Picardie, France Garde-Infanterie-Regiment 5, 1. Maschinengewehrkompanie Kriegsgräberstätte in Proyart. Block 1 Grab 879

2. Weltkrieg

Dienstgrad Name Vorname Geburtsdatum & Ort Todesdatum & Ort Einheit Bemerkungen
Schütze BALZER Heinrich 19.10.1921 Hatzbach 27.07.1941 Alakurtti (Finnland) Kriegsgräberstätte in Salla in Finnland.
Gefreiter BALZER Johannes 04.05.1925 Hatzbach 13.09.1944 Höhe 523, südl. Olchowa, südl. Sanok Vorname: Hans; Olchowa - Polen
Obergefreiter BÖTEL Karl Albert 11.03.1922 Hatzbach 12.08.1944 Lapacas (Lettland) Lideris (Lettland)
Gefreiter DEWALD Konrad 29.06.1920 Hatzbach 15.09.1942 Maykop Republican Urban Okrug, Adygea Republic, Russia
Gefreiter DRESCHER Heinrich Hartmann 07.03.1909 Hatzbach 09.05.1943 Staralubowka Kharkov German War Cemetery
Unteroffizier DRESCHER Johannes Jean Hans 16.08.1914 Hatzbach 13.10.1943 H.V.Pl.Sanko. 1/337 Kriegsgräberstätte in Schatkowo. Block 7 Reihe 20 Grab 552
Hauptwachtmeister DRESCHER Willy 01.11.1913 Hatzbach 1944 Russland vermisst
HAMEL Heinrich 24.02.1903 Hatzbach 25.06.1944 Witebsk (Weißrussland) vermisst
HAPPEL Paul Johannes 06.12.1913 Speckswinkel 26.02.1950 Hatzbach An den Kriegsfolgen verstorben
Unteroffizier HENKEL Georg 25.01.1920 Hatzbach 15.04.1944 Nordflanke/Finnland Salla, Salla Municipality, Lapland, Finland
Obergefreiter IMMICKE Philipp 18.07.1919 Hatzbach 04.03.1943 Bukan, nordwestlich Orel Bukan / Shisdra - Russland
KNOBLAUCH ZU HATZBACH Adolf Ferdinand Hellmut Carl Maria von 09.12.1915 Ośno Lubuskie, Powiat słubicki, Lubuskie, Poland 10.11.1943 Smolensk Oblast, Russia
Obergrenadier LINKER Konrad 28.09.1906 Hatzbach 06.11.1943 Gegelowka (heute Drusheljubiwka ca. 8km NNW Nowopokrowka) Kriegsgräberstätte in Kropywnyzkyj auf einer der Natursteinstelen verzeichnet
LOSEKAM Heinrich 03.02.1907 Speckswinkel 1944 vermisst
Gefreiter MARTIN Johannes 20.11.1926 Hatzbach 05.09.1946 Roslawl in Sibirien In russischer Kriegsgefangenschaft verstorben
Obergefreiter MERGEL Adam 03.11.1904 Hatzbach 21.10.1944 Saporoshje (Ukraine) In russischer Kriegsgefangenschaft verstorben
MOISCHEID Karl Heinrich 12.09.1911 Hatzbach 01.12.1941 Moskau vermisst
MORNEWEG Christian Konrad 02.09.1910 Hatzbach 1944 Russland vermisst
MORNEWEG Konrad 30.09.1905 Hatzbach 1944 Russland vermisst
Gefreiter MORNEWEG Wilhelm 11.09.1912 Hatzbach 29.12.1941 Russland
Obergefreiter MORNEWEG Willy 03.09.1909 Hatzbach 18.10.1944 Witebsk (Weißrussland) In russischer Kriegsgefangenschaft verstorben
MÜLLER Heinrich 1945 vermisst
Wachtmeister PAUSCH Paulus 24.03.1915 Hatzbach 05.08.1944 Elesmes Departement Nordfrankreich Kriegsgräberstätte in Bourdon Departement de la Somme, Picardie, France
Oberfeldwebel SCHILDWÄCHTER Heinrich 12.12.1914 Marburg 15.04.1944 Tarnopol vermisst; Vorname: Heinz
Schütze SCHMIDT Hans 28.08.1922 Hatzbach 14.08.1942 Leonowsky B Bjelew 3. Kompanie Kradschützen-Bataillon 20
SCHMIDT Heinrich 30.10.1920 Hatzbach 14.06.1947 Hatzbach An den Kriegsfolgen verstorben
Obergefreiter SCHMIDT Konrad 13.10.1907 Hatzbach 03.08.1944 östlicher Kriegsschauplatz
SCHNEIDER Paul 29.08.1910 Hatzbach 12.10.1946 Hatzbach An den Kriegsfolgen verstorben
SCHNELL Paul 05.11.1923 Hatzbach 15.08.1944 Stalingrad vermisst
Unteroffizier SEIBEL Heinrich 29.12.1919 Hatzbach 04.08.1941 Selinki od. Zanenki (Russland) Inf. Ers. Btl. 57
WAGNER Konrad 05.06.1910 Hatzbach 1944 vermisst
Grenadier WAGNER Konrad Heinrich 10.05.1924 Hatzbach 27.07.1943 Kuleschowka, Hauptverbandsplatz Kuleschowka / Orel - Russland

Anmerkungen: Das Denkmal errichtete die Gemeinde 1922 an der Kirche auf
Anregung und Mithilfe des damaligen Kriegervereins unter dem Vorsitzenden Heinrich Balzer.
Das Ehrenmal aus heimischem Sandstein wurde von dem Bildhauer Gustav Franz aus der Lingelmühle erbaut.
Zu gleicher Zeit wurde die Ehrentafel mit den Namen sämtlicher Kriegsteilnehmer
und Gefallenen aus dem Dorfe in der Kirche aufgehängt.
1962 wurde ein neues Mahnmal, ein rechteckiger Gedenkstein aus Beton, zum Gedenken der Opfer
beider Weltkriege auf dem Gartengelände der Schule gebaut und eingeweiht. Es wurde später an die Kirche versetzt.

*) Quelle: Gedenkbuch der Marineschule in Flensburg-Mürwik:
Erste Kommandierung als Fähnrich auf die S.M.S. Ariadne, die am 28. August 1914 in der Deutschen Bucht versenkt wurde.
Nach kurzzeitiger Kommandierung zur Hafenflottille Jade, kam er im Dezember 1914 zur 9. Tp. Flottille.
Am Skagerraktag ging sein Boot „V 29“ verloren. „S 35“ wurde im Angriff auf die englische Linie von einer
38 cm Granate getroffen, überschlug sich und versank mit der ganzen Besatzung.

Ergänzungen in Grün: Kirchenbüchern Josbach und Hatzbach.
Ergänzungen in Blau: www.volksbund.de/graebersuche.
Ergänzungen in Rot: Mündliche Überlieferung Erika Lerch aus Hatzbach.
Ergänzungen in Grau: Zentrale Personenkartei der Wehrmachtauskunftstelle (WASt).
Ergänzungen in Magenta: Gedenkbuch der Marineschule in Flensburg-Mürwik.

Datum der Abschrift: 05.03.2026

Verantwortlich für diesen Beitrag: Monika Kirchner
Foto © 2026 Monika Kirchner