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Potsdam (Denkmal Garde-Jäger-Bataillon), Brandenburg

PLZ 14467

Denkmal für die Gefallenen des Garde-Jäger-Bataillons im Ersten Weltkrieg am Bassinplatz: Sockel in Form eines Felsens, darauf das Bronze-Standbild eines angreifenden Jägers mit Gewehr beim Wurf einer Handgranate.
1944 wurde das Denkmal zum Schießplatz des Bataillons versetzt (wo das Denkmal von 1870/71 stand). Das Bronze-Standbild wurde dabei demontiert und zu Kriegszwecken eingeschmolzen. Es wurde ein Adler aus Stein aufgesetzt.
Hinter dem Denkmal standen drei Steinblöcke mit den Verlustzahlen der einzelnen Einheiten.
Das Denkmal wurde nach 1945 abgerissen und nach der politischen Wende an der Kaserne im nahen Geltow wieder aufgestellt (ohne krönende Figur).

Inschriften:

Denkmal
Mit Gott für König und Vaterland
1914 1918
Unseren gefallenen Kameraden zum Gedächtnis
Ein Vorbild den kommenden Geschlechtern!
Ein Ruhmeszeichen
Dem Garde-Jäger-Bataillon, 1744-1919
Der Garde-Maschinengewehr-Abt. Nr. 1, 1901-1919
Dem Garde-Reserve-Jäger-Bataillon, 1914-1918
Dem Reserve Jäger-Bataillon Nr. 15, 1914-1918

Drei Steinblöcke
Garde Jäger Bataillon:
24 Offiziere, 88 Oberjäger, 698 Jäger

Garde Reserve Jäger Bataillon:
15 Offiziere, 76 Oberjäger, 577 Jäger

Garde Maschinen Gewehr Abt. Nr. 1:
1 Offizier, 8 Unteroffiziere, 30 Schützen

Dieses Denkmal stand 1945 an den Schießplätzen der Gardejäger an der Michendorfer Chaussee (Templiner Vorstadt) und wurde dann ebenfalls abgerissen. Es verschwand bis nach der politischen Wende und wurde im Jahre 2001 an der Henning von Treskow Kaserne in Geltow wieder aufgestellt. Der zuletzt krönende Adler blieb verschwunden.
Informationen zum jetzigen Standort des restlichen Denkmals findet man auf folgender Seite:
http://www.denkmalprojekt.org/2015/geltow_garde-jaeger-denkmale_gem-schwielowsee_kreis-potsdam-mittelmark_1870_brb.html.
Nach 1945 wurden in Potsdam alle Denkmäler für Regimenter und andere militärische Einheiten abgerissen. Nur das Denkmal für das Sanitätskorps blieb erhalten. Auch dieses Denkmal ist verschwunden.

Datum der Abschrift: 01.10.2022

Verantwortlich für diesen Beitrag: R. Krukenberg (www.kriegsopfergedenken.de)
Foto © historisch

 

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