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Totenzettel









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Neuseddin, Gemeinde Seddiner See ("Fercher Heide"), Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg

PLZ 14554

Auf Neuseddiner Flur im Fercher Forst unmittelbar an der Eisenbahnstrecke Neuseddin – Ferch/Lienewitz, südlich der Autobahn A10 befindet sich dieses 5 m hohe metallene Kreuz. Es wurde 1994 an der Stelle eines bis dahin kleineren Kreuzes auf Privatinitiative des Münchners Ernst Rose errichtet, dessen Bruder 18jährig in den letzten Kriegstagen hier fiel . Dessen Grab befindet sich unweit von dieser Stelle.
Die 9. Armee unter General Wenck hatte seinerzeit den Befehl, den Belagerungsring um Berlin zu durchbrechen und in die Stadt vorzudringen. Diese Schlacht in den Wäldern zwischen Beelitz und Ferch mit der 1. Ukrainischen Front war die letzte große Schlacht des 2. Weltkrieges , abgesehen von den Straßenkämpfen in Berlin.
Ein Telegramm von Generalfeldmarschall Keitel an Hitler vom 30.04.1945 , wonach der Vormarsch bei Ferch/Schwielowsee zum Stehen kam, löste dann wohl dessen Selbstmord aus.
Nach der Aussichtslosigkeit nahm die Armee General Wencks noch versprengte Einheiten der Kesselschlacht von Halbe auf und evakuierte unter anderem das Lazarett Beelitz-Heilstätten und wandte sich gen Westen um sich an der Elbe in Kriegsgefangenschaft zu begeben und damit das Leben zahlreicher sehr junger Soldaten zu retten. Die auf dem Denkmal angegebene Zahl an Toten ist nach Meinung von Historikern sicher zu hoch gegriffen. Obwohl im Fercher Forst auch heute noch Gebeine und Ausrüstungen gefunden werden, stützen auch meine Besichtigungen von Kriegsgräberstätten in der Umgebung nicht diese hohe Zahl von 80 000 Toten. Derzeit bemüht sich ein Arbeitskreis unter Leitung des Berliner Professors Dr. Christian Gizewski um die Schaffung einer würdigen Gedenkstätte.http://agiw.fak1.tu-berlin.de/Pro_Ferch/Konzept.html

Inschriften:

In diesen Wäldern verbluteten im April 1945
80 000 Gefallene der letzten Schlacht des Krieges 1939 - 1945

Datum der Abschrift: 06.03.2011

Beitrag von: Wolfgang KW Garz www.garz.de.vu
Foto © 2011 Wolfgang KW Garz