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Totenzettel









Onlineprojekt Gefallenendenkmäler - von Ahnenforschern für Ahnenforscher

 

 


 

 

Witzenhausen-Werleshausen, Werra-Meißner-Kreis, Hessen:

An der B27 geht in der Nähe des Ortes Werleshausen ein Fahrweg zur Burg Ludwigstein ab. Dieser führt bergauf zur Burg. Am Fuße des Berges steht ein Stein, der den Weg der Besinnung markiert. Ca. 200 Meter weiter den Berg hinauf, liegt die Kriegsgräberstätte. Die Gräber sind in Reihen angeordnet, die einen Viertelkreis ergeben. Die Namen stehen auf Metallplatten. Unregelmäßig sind jeweils drei Kreuze aus rötlichem Stein aufgestellt. Am höchsten Punkt der Anlage steht ein großes Kreuz. Dicht daneben steht ein Holzplatte mit Inschrift. An einigen wenigen Gräbern sind kleine Metalltafeln mit näheren Informationen des jeweiligen Toten zu finden.

Aus der Informationstafel am Eingang der Gräberstätte:
„Kreuz an der Grenze / die Bruder vom Bruder getrennt / weise zum einenden Himmel / öffne die Herzen dem Frieden.“ Mit Ausnahme jener Zeilen in einem der beiden Halbschalentürme des Eingangsbereichs weist den Besucher dieser Kriegsgräberstätte nichts mehr auf die exponierte Lage hin, welche sie zu Zeiten ihrer Entstehung Anfang der 1960r Jahre einnahm. Am 25. August 1961 durch den damalige Ministerpräsidenten Georg August Zinn eingeweiht, sollte dieser Ort nicht nur Friedhof sein, sondern auch ein westdeutsches, antikommunistisches Zeichen über die nahe innerdeutsche Grenze hinweg nach Osten setzen. Dieser Ort wurde damit zu einem politisch stilisierten Platz inmitten der Spannungen des Kalten Krieges. Vor Ihnen liegen die Gräber von 294 Menschen, welche die Zeit des Eisernen Vorhangs nicht mehr erlebten, sondern während und kurz nach dem 2. Weltkrieg starben. Diese Toten wurden aus verschiedenen Kreisen Nordhessens hierher umgebettet. Die uniforme Gestaltung der Gräber verbirgt dem Besucher zunächst, dass es sich hier um die letzte Ruhestätte von Menschen verschiedenen Alters und Geschlechts handelt, aus unterschiedlichen Ländern, von Menschen verschiedener politischer und religiöser Überzeugungen, die aus den unterschiedlichsten Gründen während des Krieges starben:
Hier wurden deutsche Soldaten begraben Viele von ihnen fielen in der Osterwoche 1945-der letzten Kriegswoche, die die Region Nordhessen erlebte-und viele von ihnen waren zu diesem Zeitpunkt erst 17 oder 18 Jahre alt. Auch Zivilisten fanden hier ihre letzte Ruhe. Die meisten der hier Bestatteten sind jedoch ausländische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene. Unter ihnen sind Häftlinge des Arbeitserziehungslagers Breitenau in Guxhagen sowie Männer und Frauen die in den Sprengstofffabriken Hessisch-Lichtenaus arbeiten mussten. Unter den Toten sind auch befreite Zwangsarbeiter, die als Displaced Persons zunächst in Nordhessen blieben und ehemalige Kriegsgefangene, die in einem Flüchtlingsrankenhaus bei Steina der Tuberkulose erlagen und die Rückkehr in ihre Heimat nicht mehr erlebten. Es sind Männer und Frauen, die oft unter unmenschliche Bedingungen Zwangsarbeit im gesamten nord-hessischen Raum leisten mussten und dieses nicht überlebten.
Wir haben uns bemüht, Geschichte einiger dieser Menschen aufzudecken und möchten Sie nun einladen, diesen auf dem Gräberfeld nachzugehen. Tafeln an den auf dem Lageplan rot markierten Gräbern werden Ihnen nähere Auskünfte geben.
Für weiterführende Hinweise sind wir Ihnen dankbar!
Nähere Informationen erhalten Sie beim:
Landesverband Hessen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

 Inschriften:

Weg
der Besinnung
Erbaut 1960 von
Jugendgruppen,
amerikanischen,
belgischen und
deutschen Solda-
ten mit Hilfe des
Landes Hessen,
des Volksbundes
deutscher Kriegs-
gräberfürsorge
und der Vereini-
gung Jugendburg
Ludwigstein.

Kriegsgräberstätte:
Hier ruhen Soldaten, Kriegsgefangene und Opfer der Gestapo 1939-1945

Holzplatte:
Unbekannte Opfer der Gestapo.
Geopferte mahnen Euch - Menschen lasst nicht ab vom Streben nach Frieden und Recht.
31.03.1945  

Namen der Gefallenen:

2. Weltkrieg:

 

Dienstgrad

Name

Vorname

Geburtsdatum

Todesdatum

Bemerkungen

 

Obergefreiter

ALBERTS

Theodor

24.07.1904

08.02.1945

 

 

 

APEL

Karl-Georg

28.03.1883

15.02.1945

 

 

 

BAIDA

Wasil

10.12.1908

22.03.1944

 

 

 

BALOLITSCH

Michael

23.02.1922

06.07.1945

 

 

 

BANATH

 

 

05.06.1945

 

 

Gefreiter

BAUHARDT

Walter

07.10.1918

08.04.1945

 

 

 

BAZAZIA

Gerasin

Mai 1911

06.11.1945

 

 

Schütze

BECK

Karl

05.03.1902

23.07.1942

 

 

Major

BERGIUS

Hans Joachim

15.08.1917

31.03.1945

 

 

Soldat

BERGNER

Hugo

28.06.1892

14.08.1945

 

 

Leutnant

BERNSEE

Dieter

16.01.1924

05.06.1947

 

 

Unteroffizier

BEUTTEL

Karl-Richard

07.05.1911

03.04.1945

 

 

Feldwebel

BIEDERMANN

Horst

27.09.1920

28.03.1945

 

 

BIELOZOBODOW

Basel

06.05.1906

21.04.1943

36 Jahre; Am 21. April 1943 starb im Arbeitserziehungslager Breitenau in Guxhagen der litauische Zwangsarbeiter Basil Bielozobodow im Alter von 36 Jahren. Als Todesursache wurden durch den Lazarettaufseher des Lagers „Krämpfe“ angegeben. Sechs Tage zuvor war Bielozobodow von Fulda nach Breitenau eingewiesen worden. Ein Haftgrund ist nicht bekannt; möglicherweise war er wegen tätlichen Widerstands verhaftet worden. So ist sein Transportzettel von Fulda nach Breitenau mit „Vorsicht!“ überschrieben. Mit ihm wurden 47 verstorbene Häftlinge aus Breitenau hierher umgebettet. Weitere Informationen: http://www.gedenkstaette-breitenau.de/

 

Obergefreiter

BÖLLING

 

 

28.03.1945

 

 

Unteroffizier

BOSBACH

Rolf

22.09.1922

13.09.1944

 

 

 

BRODOWSKI

Wassil

10.08.1925

28.08.1943

 

 

 

BRUSNIK

Nikola

14.08.1910

22.11.1943

 

 

Gefreiter

BÜRGER

Josef

26.10.1922

27.03.1945

 

 

 

BYLEAK

Ferdinand

20.01.1907

23.09.1945

 

 

 

CENTERA

Lorens

04.09.1916

25.04.1941

 

 

 

CHANTIL

Nikolai

11.03.1926

17.12.1943

 

 

 

CZAROPKA

Petro

10.01.1903

14.02.1945

 

 

 

DACHANDIKIJEW

Sain

1920

16.08.1945

 

 

 

DAJEWSKI

Georg

 

09.06.1944

 

 

Obergefreiter

DAUSEL

Kurt

27.07.1920

08.04.1945

 

Oberleutnant

DENDA

Kurt

28.06.1916

13.09.1944

28 Jahre Sie stehen am Grab von Kurt Denda. Er ist einer von vier deutschen Piloten, die am 13. September 1944 bei Rengshausen von amerikanischen Jägern abgeschossen wurden. Denda war zunächst vor allem als Fluglehrer tätig und wurde erst ab Mitte 1944 im aktiven Kampfgeschehen eingesetzt. Kurt Denda war 28 Jahre alt, als er starb. Seine Frau reiste zu seiner Beerdigung nach Ersrode, wo er zusammen mit den drei anderen Piloten beigesetzt wurde. Von der Überführung auf den Ludwigstein informierte man sie und ihre drei Töchter, die nach dem Krieg in der damaligen Ddr lebten, nicht.

 

 

DOMINCO

Nikolai

01.01.1924

15.04.1945

 

 

Stabsfeldwebel

DORN

Konrad

07.05.1909

08.04.1945

 

 

Sturmmann

DORNBACH

Anton

06.05.1925

04.03.1945

 

 

 

DROBKA-OSTROWA

Edmund

 

07.03.1944

 

 

Wachtmeister

ECKHARDT

Walter

06.11.1910

23.06.1945

 

 

Obergefreiter

EISSLER

Paul

17.04.1901

06.04.1945

 

 

 

EY

Ferdinand

01.02.1896

08.09.1946

 

 

Matrose

FELKEL

Josef

09.10.1927

08.04.1945

 

 

Oberfeldwebel

FREY

Paul

20.03.1914

08.04.1945

 

Schütze

FRITZ

Wilhelm

04.03.1917

10.03.1943

Hier wurden Michael Pieger und Wilhelm-Jakob Fritz bestattet. Beide wurden als Angehörige einer Strafabteilung der Wehrmacht in Schwarzenborn hingerichtet. Die Verweildauer eines Soldaten bei einer solchen Sonderabteilung war normalerweise auf drei bis sechs Monate begrenzt; danach sollte er bei guter Führung zu einer regulären Einheit versetzt, bei weiterem Widerstand ins Kz abgeschoben werden. Über die Vergehen von Michael Pieger und Wilhelm-Jacob Fritz konnte bislang nichts gefunden werden, die Urteile sind scheinbar nicht aktenkundig. Möglicherweise sind sie aber auch Opfer willkürlicher Erschießungen geworden.

 

 

GABRONEK

Michael

 

10.05.1945

 

 

Unteroffizier

GEISLER

Alfred

03.03.1900

18.08.1945

 

 

 

GORZINSKI

Theodor

29.05.1872

28.02.1942

 

 

Leutnant

GROSSKREUTZ

Günther

09.12.1919

06.04.1945

 

 

Feldwebel

GRUBER

Walter

14.10.1915

19.04.1945

 

 

Flugzeugführer

GSCHWEND

Xaver

30.05.1922

19.04.1944

 

 

 

HANDA

Wasili

12.04.1926

03.02.1945

 

 

 

HAURILO

Maximenko

17.03.1900

19.07.1944

 

 

Unteroffizier

HEBEISEN

Hermann

08.02.1918

27.09.1944

 

 

Obergefreiter

HEIDEN

Gustav

19.02.1902

06.04.1945

 

 

Grenadier

HEISE

Heinz

30.01.1927

05.04.1945

 

 

Feldwebel

HENSS

Willi

01.12.1906

15.03.1945

 

 

 

HERBIG

Berthold

18.04.1927

07.04.1945

 

 

 

HEUZEROTH

Karl-Georg

03.06.1884

26.02.1946

 

 

 

HOLEWA

Sinja

 

20.07.1945

 

 

 

HOPPE

Heinrich

20.12.1892

13.03.1945

 

 

Kanonier

HÖRMANN

Ferdinand

30.03.190

04.04.1945

 

 

 

HRUSZA

Jan

1923

 

 

 

Unteroffizier

HUNZELMANN

Gustav

22.01.1910

08.04.1945

 

 

Obergefreiter

IBOLD

Walter

09.03.1903

08.04.1945

 

 

 

ISMAILOW

Ama

19.11.

14.09.1945

 

 

 

JAKIEL

Stefan

11.01.1912

15.08.1944

 

 

 

JEMONI

Eugen

21.10.1922

12.07.1945

 

 

Soldat

JIERANOW

Jakob

1896

18.01.1945

 

 

Kanonier

JOVSCHONECK

Anton

31.01.1926

27.02.1945

 

 

 

KACZUREK

Henryk

14.12.1922

20.08.1941

 

 

Unterscharführer

KALANER

Karl

14.12.1909

Mai 1945

 

 

Leutnant

KALDEMORGEN

Theodor

07.11.1921

28.03.1945

 

 

Gefreiter

KAMMERSTÄTTER

Josef

20.02.1907

02.04.1945

 

 

 

KASCHLJAKOW

Michael

29.12.1927

15.04.1945

 

 

 

KLAISCHKO

Wassili

25.09.1919

27.06.1945

 

 

Ot-Mann

KLEIM

Marti

08.02.1900

1944

 

 

Unteroffizier

KOBS

Friedrich

 

07.04.1945

 

 

Unteroffizier

KOBS

Friedrich

16.09.1902

07.04.1945

 

 

Gefreiter

KONRAD

Hans

15.08.1924

28.08.1945

 

 

 

KRÄMER

Berta

28.08.1879

 

 

 

 

KUDELKO

Clemens

13.12.1868

25.04.1942

 

 

 

KÜHLEM

Katharina

14.07.1892

12.03.1945

 

 

Obergefreiter

KUHN

Georg

12.04.1903

30.03.1945

 

 

 

KUNSCH

Alfred

21.06.1904

24.05.1951

 

 

Unteroffizier

KURROT

Henry

19.07.1910

25.11.1944

 

 

Unteroffizier

KÜSTER

Bruno

25.07.1894

23.06.1945

 

 

 

LASSAREWITSCH

Josef

14.06.1921

03.08.1945

 

 

 

LAZUCZONOK

Theodor

04.05.1920

28.12.1944

 

 

Schütze

LEIPOLD

Felix

07.05.1927

08.04.1945

 

 

 

LENSKI

Sigmund

29.11.1911

12.10.1942

 

 

Unteroffizier

LIEBL

Ferdinand

04.09.1913

 

 

 

 

LIERTOWEITES

Vincent

10.04.1924

27.09.1945

 

 

Volkssturmmann

LOHMANN

Bernhard

10.12.1893

23.05.1945

 

 

 

LUBAROW

Philipp

12.08.1914

 

 

 

Leutnant

LUCAS

Karl

10.11.1922

08.04.1945

 

 

 

MACIOL

Johann

20.06.1874

22.04.1941

 

 

Matrose

MAJEWSKI

Herbert

08.01.1927

06.04.1945

 

 

Unteroffizier

MARTIN

Oswald

15.09.1914

01.04.1945

 

 

 

MASIR

Josef

02.03.1889

20.11.1945

 

 

 

MATWEJEVSKO

Austin

19.02.1914

29.06.1945

 

 

Hauptmann

MESSERSCHMIDT

Dietr.-Ferdinand

05.02.1920

31.03.1945

 

 

Oberleutnant

MICHI

Erich

21.03.1915

13.09.1944

 

 

 

MITAS

Franz

13.05.1899

15.04.1945

 

 

Schütze

MOERENHOUT

14.11.1923

27.10.1943

 

 

 

Grenadier

MORITZ

Fritz

22.08.1906

05.03.1945

 

 

Oberfeldwebel

MÜLLER

Emil

27.02.1916

08.04.1944

 

 

Panzerschütze

MÜLLER

Johann

16.05.1911

04.04.1945

 

 

Obergefreiter

NAUMANN

Fritz

28.11.1904

06.04.1945

 

 

Leutnant

OBERLAND

Otto

 

 

 

 

Matrose

OBERLE

Helmut

12.02.1927

08.04.1945

 

 

 

ORLOFF

Eugen

06.01.1921

15.04.1945

 

 

 

PASETSCHNIK

Gerasin

03.03.1907

15.05.1944

 

 

Obergefreiter

PEHMÜLLER

Heinrich

22.01.1921

19.09.1944

 

 

Soldat

PEISKER

Walter

09.05.1901

02.04.1945

 

Schütze

PIEGER

Michael

06.11.1915

22.03.1943

Hier wurden Michael Pieger und Wilhelm-Jakob Fritz bestattet. Beide wurden als Angehörige einer Strafabteilung der Wehrmacht in Schwarzenborn hingerichtet. Die Verweildauer eines Soldaten bei einer solchen Sonderabteilung war normalerweise auf drei bis sechs Monate begrenzt; danach sollte er bei guter Führung zu einer regulären Einheit versetzt, bei weiterem Widerstand ins Kz abgeschoben werden. Über die Vergehen von Michael Pieger und Wilhelm-Jacob Fritz konnte bislang nichts gefunden werden, die Urteile sind scheinbar nicht aktenkundig. Möglicherweise sind sie aber auch Opfer willkürlicher Erschießungen geworden.

 

PLUCHNIKOWA

Nadja

 

 

28 Jahre Sie stehen vor den Gräbern von 30 ehemaligen Zwangsarbeitern, die in den Sprengstofffabriken Hessisch Lichtenaus arbeiten mussten. Die Namen der Toten sind zwar bekannt, können aber nicht mehr den Gräbern zugeordnet werden. Einzig das Grab der aus Russland stammenden Nadja Pluchnikowa kann identifiziert werden. Als sie am 17.04.1945 in Hessisch Lichtenau starb, war sie 28 Jahre alt. Wie sie kamen auch die anderen 29 Zwangsarbeiter durch eine Alkoholvergiftung ums Leben. Kurz nach ihrer Befreiung hatten sie mehrer Fässer Spiritus gefunden, diesen mit Zucker versetzt und getrunken, um die wieder gewonnen Freiheit zu feiern. Es wird geschätzt, dass etwa 80 Menschen an den Folgen der sich dabei zugezogenen Alkoholvergiftung starben. 30 von ihnen ruhen auf dem Ludwigstein.

 

Flieger

POCZINSKI

Paul

30.01.1907

05.04.1945

 

 

 

POPIELES

Michael

02.08.1923

26.04.1944

 

 

 

POSZEVSZEK

Jan

14.08.1913

15.04.1945

 

 

 

PREJAKOWITSCHKI

Iwan

1880

12.03.1944

 

 

 

PREKULIS

Josef

20.12.1883

11.05.1944

 

 

 

PUSZTOKOW

Hawrill

03.06.1914

15.04.1945

 

 

Sturmmann

RAGAIN

Leon

28.06.1914

29.03.1945

 

 

Soldat

RASALOW

Agon

15.12.1925

20.04.1944

 

 

Soldat

RASSECK

Paul

 

 

 

 

Grenadier

RENZ

Helmut

24.11.1927

08.04.1945

 

 

Obergefreiter

RICHTER

Kurt

11.05.1912

06.04.1945

 

 

 

RIEDEL

Paul

10.05.1890

27.08.1945

 

 

 

ROGEL

Robert

18.12.1859

24.08.1941

 

 

Matrose

ROLLERT

Gerhard

26.11.1927

07.04.1945

 

 

 

RUDOKOW

Iwan

25.10.1899

24.01.1944

 

 

Arbeitsmann

SCHENK

Werner

31.01.1928

06.04.1945

 

 

 

SCHESTOPOLOW

Alexander

11.06.1901

 

 

 

Obergefreiter

SCHIERHOLT

Henning

12.12.1917

25.05.1941

 

 

Vormann

SCHIFFERS

Franz

17.12.1927

02.04.1945

 

 

Unteroffizier

SCHLIEFFEN

Jasper, von

02.11.1922

31.03.1945

 

 

Feldwebel

SCHMIDT

Gerhard

07.01.1919

28.03.1945

 

Obergefreiter

SCHMIDT

Gustav

06.04.1898

19.03.1945

46 Jahre Der Obergefreite Gustav Schmidt, geboren 1898, starb beim einzigen Fliegerangriff, den das Städtchen Olberode erlebte. Am 19.03.1945 begleitete Gustav Schmidt mit zwei Kameraden einen Gefangenentransport, als der am Bahnhof stehende Zug angegriffen wurde. Auch Schmidts Begleiter, zwei 18jährige Soldaten, starben während des Angriffs. Am selben Tag gab Hitler den sogenannten Nerobefehl: „Alle militärischen Verkehrs-, Nachrichten-, Industrie und Versorgungsanlagen sowie Sachwerte innerhalb des Reichsgebietes, die sich der Feind zur Fortsetzung seines Kampfes irgendwie (...) nutzbar machen kann, sind zu zerstören.“

 

Schütze

SCHMIDT

Kurt

29.09.1907

01.11.1945

Dr.

 

Arbeitsmann

SCHNEIDER

Hans

26.08.1927

19.03.1945

 

 

Obergefreiter

SCHNEIDER

Paul

12.05.1909

08.04.1945

 

 

Stabsgefreiter

SELLNER

Franz

02.09.1914

13.04.1945

 

 

Volkssturmmann

SIMON

Johannes

24.11.1902

08.04.1945

 

 

 

SMILKOWA

Sonja

17.04.1925

29.05.1944

 

 

 

SONTNIKOW

Nikolai

1917

24.08.1945

 

 

 

SPISSENS

Josef

29.06.1905

18.08.1945

 

 

 

STANISLAUS

Ivano

28.11.1910

30.03.1945

 

 

 

STARAWOJTOW

Fedor

1901

14.09.1944

 

 

Kanonier

STIELER

Rolf

16.10.1927

17.04.1945

 

 

 

TACZALA

Josef

03.01.1915

07.04.1942

 

 

 

TANDLER

Hermann

01.03.1885

15.10.1942

 

 

TARASSJUK

Siergiej

 

31.03.1945

In diesem Grab ruht Siergej Tarassjuk. An ihn und 27 weitere Tote, Häftlinge des Arbeitserziehungslagers Breitenau in Guxhagen, soll das weiter rechts aufgestellte Holzkreuz mit der Inschrift „Unbekannt Opfer der Gestapo. Geopferte mahnen Euch-Menschen lasst nicht vom Streben nach Frieden und Recht. 31.03.1945“ erinnern. Am 30.03.1945 wurden Tarassjuk und seine Mithäftlinge auf Befehl des Kasseler Gestapostelenleiters Franz Marmon von Ss-Leuten durch Kopf- und Genickschüsse ermordet. Ein Tag später war der Krieg in Guxhagen beendet, das Arbeitserziehungslager befreit. Von den Ermordeten, die hier als unbekannte Kriegstote begraben sind, konnte allein der 23jährige Tarassjuk sowie Stanislaus Iwanow (Grab 227) identifiziert werden.

 

Oberfeldwebel

TIMME

Willi

23.09.1914

 

 

 

 

TOMASCHEWITZ

Stefan

14.06.1921

17.08.1945

 

 

Schütze

TOTZAUER

Josef

18.05.1921

19.03.1943

 

 

Feldwebel

TRIMPLE

Alois

16.04.1920

21.01.1945

 

 

 

TSCHAIKOWSKI

Wolodamyr

01.07.1922

29.05.1945

 

 

Stabsgefreiter

ULRICH

Friedrich

15.03.1899

12.04.1945

 

 

Soldat

VÄTH

Oswald

30.04.1926

31.03.1945

 

 

 

VERBERT

Clemens

14.10.1902

13.01.1945

 

 

Obergefreiter

WALDHAUS

Paul

30.04.1906

04.04.1945

 

 

Obergrenadier

WÄSCH

Walter

28.04.1926

31.03.1945

 

 

Funker

WEBER

Josef

29.08.1904

01.04.1945

 

 

Unteroffizier

WEBER

Robert

18.02.1921

13.09.1944

 

 

 

WEEMPA

Josef

19.02.1924

01.02.1944

 

 

Panzerschütze

WEGENER

Günther

04.09.1927

01.04.1945

 

 

Kanonier

WELGE

Friedhelm

03.10.1927

04.04.1945

 

 

Soldat

WICKLEIN

Willi

03.02.1903

09.04.1945

 

 

Gefreiter

WINKLER

Herbert

12.01.1888

19.08.1945

 

 

 

WOSTRIKOW

Rischak

07.06.1916

 

 

 

Obergefreiter

WUNDERLICH

Gustav

28.09.1907

01.04.1945

 

 

Soldat

ZANDARS

Karlis

06.09.1927

30.03.1945

 

 

Soldat

ZAUBITZER

Siegfried

11.07.1927

08.04.1945

 

 

 

ZEHAWA

Feodor

 

 

 

 

Schütz

ZENG

Ortwin

 

31.03.1945

 

Sowie 113 unbekannte Kriegstote

An einem dieser Gräber ist eine Tafel mit folgendem Inhalt angebracht:
Sie stehen vor dem Grab eines unbekannten Kriegstoten, der bei der Ausbettung in Dietershan bei Fulda in KZ-Kleidung aufgefunden wurde. Die im Umbettungsprotokoll aufgeführte Häftlingsnummer konnte nicht entschlüsselt werden. Es könnte sich jedoch um einen Häftling aus dem KZ Katzbach in den Frankfurter Adlerwerken handeln. Nach der Auflösung des Lagers am 24. März 1945 waren rund 350 Häftlinge von Frankfurt aus in Richtung Buchenwald getrieben worden. 70 der ausgehungerten und erschöpften Gefangenen wurden von SS-Wachleuten erschossen, erschlagen oder brachen tot zusammen. Im Umbettungsprotokoll des toten Unbekannten sind Kopfverletzungen vermerkt, die auf einen gewaltsamen Tod hindeuten.

Sowie 13 unbekannte deutsche Soldaten  

Datum der Abschrift: 10.04.2010  

Beitrag von: Katja Kürschner
Foto © 2010 Katja Kürschner