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Onlineprojekt Gefallenendenkmäler - von Ahnenforschern für Ahnenforscher

 

 


 

 

Kotzen, Landkreis Havelland, Brandenburg

PLZ 14715

Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, abgestufter Quader mit eingelassenen Tafeln. Neben dem Denkmal ein Kriegsgrab für fünf 1945 in Kotzen gefallene Soldaten (darunter drei Unbekannte). Namen der Kriegsopfer des Zweiten Weltkriegs aus Archiven.

Inschriften:

Denkmal Vorderseite
Den Helden, die im Völkerringen 1914/18
für die Heimat ihr Leben lassen mussten.
Es gibt kein Wort für das Opfer zu danken,
und es gibt keinen Dank für sie,
die da sanken für uns.
(Namenstafeln)
Rückseite
Selig sind die Friedfertigen.
Matthäus 5.9

Kriegsgrab
Hier ruhen
(Namen)
und 3 unbekannte deutsche Soldaten

Namen der Gefallenen:

1813-1815

Dienstgrad

Name

Vorname

Alter, Geburtsort

Todesdatum & Ort

Einheit

Bemerkungen

Soldat

NENNHAUS

Carl

30 J.,
Damme

30.12.1814
im Laz. in Berlin

12. Res. Regt.

nur im Kirchenbuch

1. Weltkrieg

Dienstgrad

Name

Vorname

Geburtsdatum & Ort, Alter

Todesdatum & Ort

Einheit

Bemerkungen

Unteroffizier

BADKE

Erich

04.01.1895
Kotzen

20.04.1917

11./IR 29 

tödlich verunglückt

Landsturm-Pflichtiger

BARNAU

Friedrich

13.05.1881
Kotzen

31.05.1918
bei Nampcel

6./IR 21 

ruht auf der Kriegsgräberstätte in Nampcel - Frankreich

Gefreiter

BÖHM

Albert

31 J.,
Kotzen

22.09.1916
am Vulkanpaß - Rumänien

12./IR 189

Denkmal „vermißt“, 1934 in Standesamt Uetz Tod beurkundet

Gefreiter

BÖHM

Karl

22 J.,
Kotzen

28.04.1916
bei Sengern

Feld Pion. Komp.187

ruht auf der Kriegsgräberstätte in Guebwiller - Frankreich

Füsilier

BÖHM

Richard

20.02.1892
Kotzen

09.10.1914
bei Braye

5./Füs. Regt. 35

 

Infanterist

FRIEDRICH

Hermann

09.09.18??
Kotzen

30.10.1916

8./RIR 130

Füsilier

GÖTSCH

Karl

24 J.,
Kotzen

07.08.1915
bei Wensewo

12./Garde Res.Regt.

 

Gefreiter

HORNBOGEN

Wilhelm

35 J.,
Kotzen

12.08.1916
an der Yser zw. Het Sas u. Boesnighe

9./LIR 35

ruht auf der Kriegsgräberstätte in Langemark - Belgien

Landsturm-Rekrut

KRÜGER

Hermann

25.07.1870
Kotzen

19.12.1916
im Res. Laz. Guben

Landst. Inf.Ers.Btl. Guben III.25

nicht auf dem Denkmal, an Krankheit gest., 22.12.1916 in Kotzen beigesetzt, Grab nicht erhalten

Landsturm-Pflichtiger

KRÜGER

Hermann

27.08.1896
Kotzen

27.12.1916
am D. Lespidü

II./IR 24

an Verw. gest.

NÖLTE

Hermann

23.06.1920

gestorben in Gefangenschaft

Landsturm-Mann

PAUL

Otto

36 J.,
Rathenow

05.07.1916
am Stachod

5./RIR 232

 

Unteroffizier

POLZIN

Edgar

22 J.,
Spandau

27.02.1916
bei Azannes

5./Pion. Batl. 3

Denkmal noch vermisst, 1920 Tod beurkundet

Ersatz-Reservist

RÜTZ

Otto

28 J.,
Kotzen

16.03.1915
bei Gabrice

5./RIR 12

 

Reservist

SCHMIDT

Hermann

14.07.1891
Kotzen

13.08.1917
östl. Nauroy

IR 24

ruht auf der Kriegsgräberstätte Noyers-Pont-Maugis – Frankr.

Reservist

SCHMIDT

Wilhelm

19.01.1890
Kotzen

14.09.1914
im engl. Gef. Lager Leigh

8./Füs. Regt. 35

vermisst (lt. Regiments-Geschichte zu dem Datum bei Cour de Soupier gefallen)

Landsturm-Mann

SCHRÖDER

Hermann

34 J.,
Kotzen

16.08.1916
im Kriegslaz. 1/VII in Lycee

6./IR 61 

ruht auf der Kriegsgräberstätte in St.-Quentin - Frankreich

Soldat

WERNER

August

26.09.1891
Wachow

15.12.1918
bei Groß Behnitz an der Bahnstrecke durch Unglücksfall

nicht auf dem Denkmal, laut Sterberegister Groß Behnitz (Westhavelland) wohnhaft in Kotzen

Ersatz-Reservist

WETZEL

Albert

29 J.,
Kotzen

24.08.1915
bei Bokiny - Russland

11./IR 331 

Füsilier

ZACHARIA ZACHARIÄ

Max

23 J.,
Erfurt

22.09.1914
in St. Remy

12./Gren. Regt. 6

nicht auf dem Denkmal, an Verw. gest., lt. offiz. Verlust-Liste Name Zachariä

2. Weltkrieg

Dienstgrad

Name

Vorname

Geburtsdatum & Ort

Todesdatum & Ort

Bemerkungen

Soldat

BÄRMANN

Heinz

17.09.1919
Kotzen

31.12.1947
in Kriegsgefangenschaft

erst 1960 beurkundet

San.-Unteroffizier

BEICK

Ewald

15.02.1905
Kotzen

25.09.1943
in Russland gef. als Begleiter in Lazarettzug

nur im Kirchenbuch, Halbbruder von E. Piehl

Schütze

BÜTOW

Max

28.03.1922
Kotzen

12.05.1942
im Mittelmeer auf Lufttransport nach Afrika

bei Sonderstab Brindisi (Transp. Abt.), Gedenken in Marine Ehrenmal Laboe bei Kiel

Soldat

DEMUTH

Hermann

15.06.1905
Kotzen

12.09.1948
in der UdSSR

erst 1959 beurkundet, Soldat? Opfer des Stalinismus?

Obergefreiter

DERZ

Willi

13.07.1910
Stechow

05.01.1943
in Stalingrad

vermisst bei 13./IR.8, und 1954 für tot erklärt

Obergefreiter

HEIDEPRIEM

Herbert

18.06.1908
Kotzen

22.01.1944
bei Nettuno - Italien

verm. bei II./Gr.R.71, nur in NS-Vermisstenliste

Unteroffizier

KASUS

Adam

19.12.1916
Haage

02.12.1942
nördl. Kutschino

nur in NS-Meldung und Todes-Anzeige, aus OT Rhinsmühlen, bestattet in Kalowka

Soldat

KUNSTMANN

Hermann

30.11.1907
Kotzen

10.06.1945

erst 1983 beurk, von DRK gemeldet, Soldat?, Opfer des Stalinismus?

Obergefreiter

KUNSTMANN

Paul

13.10.1910
Kotzen

24.12.1943
östl. Shitomir

verm. bei Nachsch.Kp.59, nur in NS-Vermisstenliste, Gedenken auf Kriegsgräberstätte Kiew - Ukraine

Rottenführer

MÜNCHOW

Hermann

09.01.1921
Berge, Krs. Osterburg

28.09.1942
in Ssagopschin – Ostfront (Kaukasus)

Kriegsgrab bei Nishnij Kurp - Rußland

Stabs-Gefreiter

PETERS

Herbert

04.09.1915
Kotzen

20.04.1944
in St. Omer, Kanalküste - Frankreich

ruht auf der Kriegsgräberstätte in Bourdon - Frankreich

Schütze

PIEHL

Erwin

11.06.1920
Kotzen

06.10.1941
bei Glotowka - Russland

in Pz. Jäger Regt., Halbbruder von E. Beick, Kriegsgrab bei Glotowka - Russland

Gefreite

PIEHL

Willi Georg

17.07.1922
Kotzen

29.08.1945
im Res. Laz. Göttingen

an Krankheit gest.

Gefreiter

RÜHLE

Wilhelm

08.04.1902 Rathenow

25.02.1945
im Feldlaz. Verona - Italien

im Feldlaz. 667, ruht auf der Kriegsgräberstätte in Costermano - Italien

Unteroffizier

SCHINDELHAUER

Paul

27.01.1914
Kotzen

06.06.1944
in Cherbourg

ruht auf der Kriegsgräberstätte in Orglandes/Manche - Frankreich

Obergefreiter

SCHRÖDER

Gerhard

22.11.1915
Kotzen

00.01.1945
in Danzig

vermisst und 1954 für tot erklärt, bei Flak Einheit,

Obergefreiter

SCHÜTT

Hermann

19.04.1914 Völkershausen, Krs. Kassel

00.04.1945
bei Neulewin bei Wriezen

verm. 1950 für tot erklärt bei Pz.Aufkl. Abt. 3, Tod 1998 beurk., ruht auf der Kriegsgräberstätte in Lietzen an der Oder

Unteroffizier

TRÄGENAP

Werner

25.11.1915 Gräningen, Kr. Westhavelland

24.12.1944
in Ipolyvisk

Gefreiter

TROITZSCH

Karl

17.08.1913 Niederschmon, Krs. Querfurt

00.01.1945

vermisst und 1956 für tot erklärt

Unteroffizier

WERNER

Wilhelm

13.09.1915 Rhinsmühlen

22.05.1941
im Laz. Grabowsee

nur in Kirchenbuch, 26.05.1941 in Kotzen bestattet, Grab nicht erhaltenf

Gefreiter

WETZEL

Hermann

06.12.1904
Kotzen

00.02.1945
an der Ostfront

vermisst und 1968 für tot erklärt

2. Weltkrieg (Zivilopfer)

Name

Vorname

Geburtsdatum & Ort

Todesdatum & Ort

Bemerkungen

KEIL

Erna geb. Schönfelder

11.08.1882
Chemnitz

04.07.1945
in Kotzen

„von Russen erschossen“, nur im Kirchenbuch, aus Rhinsmühlen

KEIL

Gustav

02.01.1885
Klein Posen, Schlesien

04.07.1945
in Kotzen

„von Russen erschossen“, nur im Kirchenbuch, aus Rhinsmühlen

WOLTER

Käthe

29.11.1921
Kriele

05.05.1945
in Rathenow

„von Russen erschossen“, nur im Kirchenbuch, zuerst in Garten in Rathenow vergraben, nach Kotzen überführt und am 27.05.1945 hier bestattet

2. Weltkrieg (Kriegsgräberstätte)

Dienstgrad

Name

Vorname

Geburtsdatum & Ort

Todesdatum & Ort

Bemerkungen

Gefreiter

ARNDT

Günther

14.02.1927

1945
Kotzen

Panzer-Grenadier

MARONDEL

Erwin Bruno

05.06.1927
Berlin-Wedding

19.04.1945
im Waldgebiet südw. Kotzen

aus Berlin, in Kriegsgräberkartei 1976 und 1996 noch gelistet, Name heute verschwunden

Obergefreiter

STOLLE

Heinz

02.09.1913
Berlin-Neukölln

26.04.1945
im Kotzener Waldgebiet

gefallen, aus Friedrichsbruch, Krs. Friedeberg

2. Weltkrieg (weitere bei Kotzen Gefallene)

Dienstgrad

Name

Vorname

Geburtsdatum & Ort

Todesdatum & Ort

Bemerkungen

Rottenführer

JANICH

Eduard

13.08.1945
in Kotzen an der Kleinbahn

aus Tetschen-Bodenbach, „als Gefangener von Russen erschossen“

SS-Grenadier

KEILHAUER

Paul

02.07.1922
(02.07.1904)
Kreis Karlsbad

25.-26.04.1945
im Waldgebiet südw. Kotzen

aus Karlsbad, lt. Kirchenbuch 02.07.1904 geb.

Kriegsfreiwilliger der HJ

KÖHLER

Heinz

20.03.1928
Raitzhain - Thüringen

25.-26.04.1945
im Waldgebiet südw. Kotzen

aus Raitzhain - Thüringen

Oberleutnant

KRIES

von

25.-26.04.1945
im Waldgebiet südw. Kotzen

Herkunft unbekannt, „Ritterkreuzträger“

SS-Grenadier

RENTZ

M.

25.-26.04.1945
im Waldgebiet südw. Kotzen

Herkunft unbekannt

2. Weltkrieg (Angehörige von Vertriebenen)

Dienstgrad

Name

Vorname

Geburtsdatum & Ort

Todesdatum & Ort

Bemerkungen

Obgefr.

SCHÖNEBECK

Ernst

19.02.1908
Tamsel, Krs. Landsberg

05.01.1943
in Stalingrad

vermisst und 1950 für tot erklärt, bei 2./le.Radf.Str.Bau-Batl.501, aus Batzlow, Krs. Königsberg, Ehefrau bis mind. 1993 in Kotzen wohnhaft, Gedenken auf Kriegsgräberstätte Rossoschka - Russland

Soldat

STRAUB

Adolf

12.04.1915
Michalowka - Galizien

30.11.1942
südöstl. Stalingrad (bei Zybenko)

aus Stilonia, Warthegau, Ehefrau 1946 in Kotzen wohnhaft

Das Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs wurde im Jahre 2018 saniert. In den Jahrzehnten
davor war die Widmungstafel nicht mehr am Denkmal angebracht und in der Kirche abgestellt. Diese
Widmung wurde wieder angebracht, die Schrift nachgezogen, die ganze Substanz saniert und die
verdunkelnden Bäume abgesägt. Der Spruch auf der Rückseite scheint völlig neu zu sein.
Nach den Kämpfen am 25. und 26.04.1945 im Wald südwestlich von Kotzen wurden weitere sieben
unbekannte deutsche Soldaten gefunden. Heute sind auf der Kriegsgräberstätte nur noch zwei Namen
angegeben und sind drei Unbekannte notiert. In alten Listen wird noch der Gefallene Marondel
angegeben. Die vielen anderen beurkundeten bekannten Gefallenen sind weder in Kotzen auf der
Kriegsgräberstätte noch beim VDK notiert. Der beurkundete angebliche Ritterkreuzträger Oberleutnant
von Kries ist weder im „Gedenkbuch des deutschen Adels“ noch im Verzeichnis der Ritterkreuzträger
gelistet.
Die Namen der Kriegsopfer des 2. Weltkriegs wurden in Kotzen nie gesammelt. Sie werden hier aus dem
Sterberegister, dem Kirchenbuch, den Todesanzeigen, den NSDAP-Gefallenenmeldungen und den
Todeserklärungen der Vermissten zum ersten Mal aufgelistet. Es kann aber weitere Kriegsopfer gegeben
haben, da einige Familien ihre Vermissten nie für tot erklärt haben, in Deutschland in Lazaretten
gestorbene oft nur im Ort des Lazaretts und Berufssoldaten nur im Stationierungsort beurkundet wurden.
Laut Sterberegister wurde der Lehrer Hennig 1947 „ermordet aufgefunden“ ohne nähere Erklärung.
Auf der Erbbegräbnisstätte derer von Stechow neben der Kirche ist der Rittmeister Thilo von Stechow
bestattet, geb. 16.05.1848, gest. 17.11.1892, der wahrscheinlich ein Teilnehmer der Kriege 1864-1871 war.
Zusätzliche Informationen in Blau vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (www.volksbund.de/graebersuche).

Datum der Abschrift: 13.09.2010, 01.07.2020

Verantwortlich für diesen Beitrag: Wolfgang KW Garz (www.garz.de.vu) (Denkmal, Kriegsgrab zwei Namen),
R. Krukenberg (www.kriegsopfergedenken.de) (Namen 2. Weltkrieg, Archivdaten, VDK-Daten).
Foto © 2015 R. Krukenberg

 

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