Zur
Erinnerung der Siege in der Schlacht bei Tannenberg und in der
Schlacht bei den Masurischen Seen lies die Weimarer Republik
1927 bei Hohenstein das Tannenberg -Denkmal errichten. Das
Nationalsozialistische Regime nutzte das Denkmal für seine
Propaganda und die Verherrlichung des Krieges. Am 7. August 1934
fand dort die Beisetzung des Feldmarschalls Paul von Hindenburg
statt. Aus diesem Anlass wurde die Anlage in „Reichsehrenmal“
umbenannt.
Gegen
Ende des zweiten Weltkrieges wurde das Bauwerk von der Wehrmacht
zum Teil gesprengt, die Särge Hindenburgs und seiner 1921
verstorbenen Frau abtransportiert (sie ruhen beide heute in der
Elisabethkirche in Marburg an der Lahn). 1952-53 wurden die
Reste des Denkmals von polnischen Pioniertruppen gesprengt und
abgeräumt. Heute sind noch Reste der Fundamente sichtbar.
Im
Inneren des Denkmals befand sich eine Gedenktafel für die
Gefallenen des Reserveinfanterieregiments 2 und
Reserveinfanterieregiments 9. (Entwurf Professoren W. und J.
Krüger, Ausführung: Bildhauer Paul Birr, Berlin)
Vor der Gruft Feldmarschalls Paul von Hindenburgs befanden sich
Nischen mit den Gebeinen toter Soldaten.