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Totenzettel









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Pennsville Township, Salem County, New Jersey, USA:

Finn’s Point National Cemetery

Auf dem nationalen Soldatenfriedhof Finn’s Point liegen 13 deutsche Soldaten, die laut Auskunft des Friedhofs alle Kriegsgefangene im nicht weit entfernten Fort Dix waren.

Der Friedhof liegt in der Nähe des sehenswerten Fort Mott, einer gegen Ende des 19. Jahrhunderts zum Schutze Philadelphias angelegten Batterie der Küstenartillerie.  Wie alle nationalen Soldatenfriedhöfe in den Vereinigten Staaten ist auch dieser in ausgesprochen gepflegten Zustand.  Gegründet wurde er während des amerikanischen Bürgerkrieges als Ruhestätte für Soldaten der Südstaaten, die auf dem auf einer Insel im Delaware Fluss gelegenem Fort Delaware gefangen gehalten wurden.  2436 von ihnen wurden hier bestattet.  Ein 50 Fuß hoher Obelisk wurde zu ihrem Andenken errichtet und ihre Namen wurden auf Bronzeplatten am Obelisk angebracht.  Weiterhin ruhen hier 135 Soldaten der Unionsarmee (Wachpersonal auf Fort Delaware) und eine Anzahl von in Fort Mott gestorbenen Soldaten der Küstenartillerie, sowie Angehörige.

Auf sechs in der Nähe des einzigen Gebäudes auf dem Areal angebrachten Schrifttafeln findet sich das unten wiedergegebene Gedicht.

Pennsville Township (Finn's Point), Foto © 2007 Thilo C. AgthePennsville Township (Finn's Point), Foto © 2007 Thilo C. Agthe

Pennsville Township (Finn's Point), Foto © 2007 Thilo C. Agthe

Inschriften:

Gedicht auf den 6 Platten:
REST ON EMBALMED AND SAINTED DEAD,
DEAR AS THE BLOOD YE GAVE.
NO IMPIOUS FOOTSTEP HERE SHALL TREAD
THE HERBAGE OF YOUR GRAVE

ON FAME’S ETERNAL CAMPING-GROUND
THEIR SILENT TENTS ARE SPREAD,
AND GLORY GUARDS WITH SOLEMN ROUND
THE BIVOUAC OF THE DEAD.

NO RUMOR OF THE FOE’S ADVANCE
NOW SWEEPS UPON THE WIND,
NO TROUBLED THOUGHT AT MIDNIGHT HAUNTS
OF LOVED ONES LEFT BEHIND

NO VISION OF THE MORROW’S STRIFE
THE WARRIOR’S DREAM ALARMS.
NO BRAYING HORN OR SCREAMING FIFE
AT DAWN SHALL CALL TO ARMS.

THE NEIGHING TROOP, THE FLASHING BLADE,
THE BUGLE’S STIRRING BLAST
THE CHARGE, THE DREADFUL CANNONADE,
THE DIN AND SHOUT ARE PAST.

YOUR OWN PROUD LAND’S HEROIC SOIL
MUST BE YOUR FITTER GRAVE
SHE CLAIMS FROM WAR HER RICHEST SPOIL
THE ASHES OF THE BRAVE.

THE MUFFLED DRUM’S SAD ROLL HAS BEAT
THE SOLDIER’S LAST TATTOO.
NO MORE ON LIFE’S PARADE SHALL MEET
THE BRAVE AND FALLEN FEW.

Namen der Gefallenen:

 

Dienstgrad

Name

Vorname

Geburtsdatum & Ort

Todesdatum & Ort

Bemerkungen

Gefreiter

AIGELTINGER

Erich

18.11.1922, Ulm

15.04.1945

Grab 87

Obergefreiter

BAHNEN

Wilhelm

26.06.1913

05.03.1945

Grab 86

 Jäger

BAUER

Gerhard

04.11.1922, Wetter-Volmarstein

28.05.1945

Grab 88

Soldat

BERGMANN

Hans

26.10.1913

29.09.1944

Grab 80

Gefreiter

BRETSCHNEIDER

Albert

15.10.1921, Neustadt / Holstein

12.01.1945, Tilton, Ft. Dix

Grab 85

Soldat

BRIEM

Ludwig

07.09.1922, Düsseldorf

08.11.1944

Grab 81

Obergefreiter

FLEISCHMANN

Alois

19.08.1914, Martell

05.07.1945

Grab 92

Obergefreiter

HÄCKER

Anton

15.10.1913, Schweinheim

15.09.1944

Grab 79

Leutnant

KALININ

Feoktist

25.01.1919

29.06.1945

*)  Grab 90

Gefreiter

LUBKE

Paul

31.05.1902, Marsow

27.03.1944

Grab 28 (?)

Leutnant

NASARENKO

Ignaz

27.12.1921

29.06.1945

*)  Grab 91

Soldat

SBOTOW

Felix

27.08.1919

29.06.1945

*)  Grab 89

Grenadier

THIEME

Gerhard

27.07.1911, Lohsa-Bärwalde

05.09.1945

Grab 93

*1) Möglicherweise Soldaten der Russischen Befreiungsarmee (auch „Wlassow Armee“ genannt).  Eine größere Anzahl Angehöriger dieses Freiwilligenverbandes, der auf der deutschen Seite im Zweiten Weltkrieg kämpfte, war im Kriegsgefangenlager von Fort Dix, New Jersey, untergebracht.  Nach Kriegsende wurden die Angehörigen der Wlassow Armee, wie auch andere frühere Bürger Russlands von den Vereinigten Staaten - gemäß einer in Jalta im Februar 1945 getroffenen Übereinkunft zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion - an die Sowjetunion übergeben.  Viele der in Ft. Dix gefangen gehaltenen Männer begingen nach Ankündigung der bevorstehenden Auslieferung Selbstmord.  Von den restlichen Männern wurde nie wieder etwas gehört.  Wahrscheinlich sind sie in den Gulags des Stalinregimes umgekommen.  Die Auslieferung ist bis heute völkerrechtlich umstritten, wobei die überwiegenden Argumente jedoch für die Rechtmäßigkeit sprechen.  Mehr über die Wlassow Armee finden Sie hier.

Datum der Abschrift: 16.06.2007

Beitrag von: Thilo C. Agthe
Foto © 2007 Thilo C. Agthe

 

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