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Totenzettel









Onlineprojekt Gefallenendenkmäler - von Ahnenforschern für Ahnenforscher

 

 


 

Vossberg, Gemeinde Schlesen, Kreis Plön, Schleswig-Holstein:

Kleine, liebevoll gestaltete und gepflegte Gedenkstätte von 1941/42, darin Feldsteinsockel mit Propellerfragment eines engl. Bombers direkt an der Landesstrasse 211 zwischen Rastorfer Kreuz und Schlesen bei der Siedlung Vossberg, Nähe Dobersdorfer See. Hier wird sowohl engl. Fliegern als auch deutschen Marineartilleristen gedacht.

Vossberg, Gemeinde Schlesen, Foto © 2005 www.panorama-service.net

Inschriften:

Unseren Gefallenen zum Gedenken

[Namen der deutschen Soldaten]

Roll of Honour
[Namen der engl.
Flieger]

auf separater Tafel:
[Hintergrundtext]

Ehret die Toten durch Werke des Friedens.

Namen der gefallenen Deutschen:

Dienstgrad

Name

Vorname

Geburtsdatum & Ort

Todesdatum & Ort

Einheit

Bemerkungen

M.A.Maat

DREHER

Herbert

01.09.1906 Kurzeback

24.10.1941 bei Vossberg

Marineartillerie

durch abstürzenden engl. Bomber getötet

M.A.Gefr.

METZ

Wilhelm

 

24.10.1941 bei Vossberg

Marineartillerie

durch abstürzenden engl. Bomber getötet

M.A.Gefr.

SPREDA

Willi Max

28.9.1921 Schrien

24(26).10.1941 Marine Lazarett Kiel Hassee

Marineartillerie

durch abstürzenden engl. Bomber tödlich verwundet

M.Artl.

RAMBOW

Erich

 

24.10.1941 bei Vossberg

Marineartillerie

durch abstürzenden engl. Bomber getötet

Obgefr.

STRICKER

Bernhard

17.1.1912 Schönberg/ Mecklenburg

4.4.1943 bei Vossberg

 

durch engl. Luftmine getötet, er ruht auf der Kriegsgräberstätte in Schönberg/Mecklenburg (Bundesrepublik Deutschland) .
Endgrablage: Grab 29

Obgefr.

WENDEL

Johann

 

4.4.1943 bei Vossberg

 

durch engl. Luftmine getötet

Obgefr.

HERZOG

Herbert Oskar

17.10.1921 Breslau-Weide

4.4.1943 bei Vossberg

 

durch engl. Luftmine getötet

Obgefr.

RASCHKE

Günther Hans Herbert

7.3.1921 Roßnow

4.4.1943 Marine Lazarett Kiel-Wik

 

durch engl. Luftmine tödlich verwundet

M.Artl.

BECKER

Kurt

 

4.4.1943 bei Vossberg

Marineartillerie

durch engl. Luftmine getötet

Namen der gefallenen engl. Flieger:

Dienstgrad

Name

Vorname

Todesdatum & Ort

Einheit

Bemerkungen

Seargent

BARTON

Samuel

23.10.1941 bei Vossberg

RAF, 50 Sqdn.

beim Absturz umgekommen

Seargent

BLAMEY

Richard Cubitt

23.10.1941 bei Vossberg

RAF, 50 Sqdn.

beim Absturz umgekommen

Pilot Officer

COOPER

Kenneth Tyrell

23.10.1941 bei Vossberg

RAF, 50 Sqdn.

beim Absturz umgekommen

Seargent

WRIGHT

William Conyers

23.10.1941 bei Vossberg

RAF, 50 Sqdn.

beim Absturz umgekommen

Hintergrund: Am 24.10.1941 stürzte nach den deutschen Angaben auf dem Denkmal nach einem Angriff auf Kiel ein angeschossener britischer Bomber in die Scheinwerferstellung nahe der Siedlung Vossberg. Vier britische Flieger und 4 deutsche Soldaten fanden dabei den Tod. Die britische Plakette weist den Todestag als den 23.10. aus, so dass der Vorfall um Mitternacht herum geschehen sein muss. Zum Gedenken an Ihre gefallenen Kameraden errichteten die Überlebenden selbst dieses Denkmal. Am 4.4.1943 flogen Alliierte Bomberverbände einen Luftangriff auf Kiel, wobei ein Teil der Bombenlast das eigentliche Ziel verfehlte und die nur 10 km Luftlinie von der Förde entfernte Umgebung von Vossberg traf und viele der Dörfer stark zerstörte. Eine Luftmine detonierte dicht neben einer Leichten Flakstellung etwa 50 m östlich des Denkmals, wobei weitere 5 Deutsche Soldaten umkamen. Unter diesen waren auch jene, die das Denkmal errichtet haben, sie sind nun ebenso hier vermerkt.

Anmerkung der Redaktion:  Weitere Informationen über die englischen Gefallenen, z.B. das sie der 50. Sqdn. angehörten, können der Online-Datenbank der Commonwealth War Graves Commission entnommen werden.  Die in der obigen Tabelle grün gehalten Informationen stammen dort her. Laut der CWGC Datenbank ruhen diese Flieger auf dem englischen Soldatenfriedhof in Kiel.

Ergänzungen in roter Schrift sind der Datenbank der Kriegsgräberfürsorge entnommen. Hier fällt auf, das eindeutig identifizierte Personen mit dem fraglichen Todesort bei Kiel als nicht bergbar/ umbettbar und Grablagen in Polen oder Russland vermerkt stehen. Sind sie im Gefecht oder im Lazarett bei/ in Kiel gestorben und nicht in die Heimat überführt worden, liegen sie auf einer Kriegsgräberstätte in der Umgebung von Kiel, sofern sterbliche Überreste bergbar waren. Allerdings kann dies bei der Explosion einer Luftmine über einer Flakstellung auch nicht möglich gewesen sein. Für weitere Recherchen siehe: www.volksbund.de

Von diesem Objekt können beim Autor des Beitrages hochauflösende Detailaufnahmen und/ oder, sofern vorhanden, Aufnahmen einzelner Namenssteine angefordert werden.

Datum der Abschrift: 3.5.2005

Beitrag von: Fred Watty | Genealogische Gesellschaft HH e.V.
Foto © 2005 www.panorama-service.net

 

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