Die Gemeinde Unterschneidheim liegt in Baden-Württemberg, auf der Ostalb und
hatte zur Zeit des Zweiten Weltkrieges zusammen mit Oberschneidheim keine
Tausend Einwohner. Ein Viertel der Leute, und das waren mehr als die Hälfte
der Männer, denn schon der Erste Weltkrieg hatte ihre Reihen gelichtet,
mussten ins Feld ziehen. Es waren 35 Geburtsjahrgänge, angefangen von 1894
bis 1929. Ein Vater war zur gleichen Zeit wie seine beiden Söhne unter
Waffen.
"Fünfzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat unsere Generation,
die nicht ohne Grund "die schweigende" heißt, endlich ihre Sprachlosigkeit
überwunden... Mehr als jeder dritte unserer Kameraden ist gefallen oder
vermisst! Krieg ist das Schlimmste, was Menschen einander antun können.
Unseren Nachkommen gegenüber haben wir eine eindeutige Aufklärungspflicht.
Sie könnten sonst mit ihrem Leben dafür zahlen müssen!... In den vergangenen
fünfzig Jahren hat die Welt keinesfalls den Frieden gefunden; im Gegenteil."
So schreiben die Autoren des Gedenkbuches von Unterschneidheim:
Franz Joas, Pfarrer i.
R. und Architekt Paul Nagler, Sindelfingen.
