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Totenzettel









Onlineprojekt Gefallenendenkmäler - von Ahnenforschern für Ahnenforscher

 

 


 

 

Lehrte-Aligse, Region Hannover, Niedersachsen:

PLZ 31275

In einer gepflegten Grünanlage Ehrenmal für die Kriegstoten beider Weltkriege. Zentral ein Obelisk, darauf auf einer Seite im Relief Stahlhelm und Schwert im Eichenkranz und die Inschrift „1914-18 Den bis in den Tod Getreuen“, auf der Gegenseite „Ihren Heldensöhnen die Gemeinde Aligse“ mit 29 Namen, darunter späterer Zusatz „Zum Gedenken aller durch den Krieg Verstorbenen und Vermissten 1939 – 1945“. Auf der Spitze ein schlankes Kreuz.  An der West- und Ostseite je eine Natursteinmauer mit der Aufschrift „Unseren Toten in Liebe u. Treue“ und den Jahreszahlen 1939 und 1945. Auf vier Tafeln die 79 Namen der Kriegstoten des Zweiten Weltkrieges.  Im Fundament des älteren Ehrenmals eine Kassette, darin die Grundsteinurkunde, die in einer Kopie erhalten blieb. In Form einer Abschrift ist sie als ein Zeitdokument am Ende dieser Dokumentation wiedergegeben.

n der Grünanlage eine im Jahr 2000 von Aligser Bürgern restaurierte deutsche 7,7 cm Feldkanone 96 (eingeführt 1905/06).

Lehrte-Aligse, Foto © 2006 Uwe Schärff

Inschriften:

1914-18
Den
bis in den Tod
Getreuen

Ihren Heldensöhnen die
Gemeinde Aligse

Zum Gedenken
aller durch den Krieg
Verstorbenen
und Vermissten
1939 – 1945

Unseren Toten
in Liebe u. Treue

Namen der Gefallenen des 1.Weltkrieges:

Name

Vorname

Todesdatum

 

BERTRAM

Gustav

28.08.1914

 

SCHÖPFER

Georg

28.08.1914

1)

NÖHRE

Fritz

28.08.1914

 

LÜDERS

Otto

07.09.1914

 

MEINECKE

Heinrich

17.09.1914

 

OSTERWALD

Ernst

29.09.1914

 

BUCHHOLZ

Heinrich

26.10.1914

 

GIEROD

Hans

22.11.1914

 

SPILKER

Willi

27.05.1915

 

BERTRAM

Richard

03.07.1915

 

BANK

Heinrich

13.07.1915

 

BRÖDERDORF

Karl

25.09.1915

 

GRETHE

Heinrich

27.09.1915

 

BODMANN

Karl

10.10.1915

2)

REDEKE

Friedrich

20.07.1916

3)

FATTHAUER

Ernst

06.03.1917

 

BÖTTCHER

Friedr.

20.03.1917

 

HACKE

Hermann

15.05.1917

 

SANNEMANN

Wilh.

22.07.1917

 

STOLZE

August

02.08.1917

 

GRÄBER

Fritz

12.09.1917

 

OPPERMANN

Gust.

22.02.1918

 

JORDAN

Adolf

05.03.1918

 

BOSSE

Hermann

31.03.1918

 

OSTERWALD

Albert

03.06.1918

 

KÖNNECKER

Herm.

12.06.1918

 

LÜDERS

Emil

17.10.1918

 

RAUDONUS

Karl

27.11.1918

 

GÖTTING

Heinrich

30.11.1918

 

Namen der Gefallenen des 2.Weltkrieges:

Name

Vorname

Todesdatum

Bemerkungen

 

AHLBORN

Walter

1945

vermisst

 

BAAKE

Kurt

1943

 

 

BARTELS

Heinz

1944

 

 

BEHRENDT

Fritz

1944

 

 

BÖDECKER

Heinrich

1943

 

 

BÖDECKER

Wilhelm

1945

 

4)

BORNAT

Gustav

1945

vermisst

5)

BRANDES

Heinrich

1945

 

 

BUCHHOLZ

Heinrich

1940

 

 

BUCHHOLZ

Heinz

1943

vermisst

 

DIETZ

Heinrich

1944

 

 

EHLVERS

Ernst

1943

 

 

ENGELKE

Friedrich

1943

 

 

ENGELKE

Helmut

1945

vermisst

6)

FAAK

Paul

1945

 

 

FEDERMANN

Fritz

1943

vermisst

 

FINKE

Erich

1942

 

7)

FREY

Fritz

1943

 

 

GEHRMANN

Paul

1945

 

 

GÖDECKE

Wilhelm

1943

vermisst

 

GÖLITZ

Helmut

1941

 

 

GÖTTING

Alfred

1941

 

8)

GÖTTING

Eduard

1943

 

9)

GÖTTING

Friedrich

1943

 

10)

GÖTTING

Karl

1940

 

11)

GÖTTING

Wilhelm

1945

vermisst

 

GÖTZ

Willi

1945

vermisst

 

GRAMS

Gerhard

1941

 

 

GRUBE

Rudi

1945

 

 

HAARSTRICH

Albert

1945

 

 

HAARSTRICH

Alfred

1943

vermisst

 

HALBERSTADT

Wilhelm

1944

vermisst

 

HANEKOP

Walter

1941

vermisst

 

HEUER

Erich

1944

vermisst

12)

HÖPER

Gustav

1944

 

13)

HÜGE

Berthold

1945

vermisst

 

KRAWIELITZKI

Walter

1944

vermisst

 

KRIEGER

Heinrich

1943

vermisst

 

KRÜGER

Erich

1944

 

 

KUTSCHENREITER

Ernst

1942

 

 

LINDEMANN

Heinz

1942

 

14)

LORENZ

Karl

1943

 

15)

LÜDERS

Alfred

1943

 

 

LÜDERS

Gerhard

1943

 

16)

MATTFELDT

Friedrich

1945

 

 

MEYER

Otto

1943

 

 

MOLLENHAUER

Ernst

1943

vermisst

17)

NEUMÄRKER

Rudolf

1944

vermisst

18)

OSTERWALD

Friedrich

1943

vermisst

 

OSTERWALD

Hans

1944

 

19)

PERAU

Willi

1942

 

 

PIETRUSCHINSKI

Günter

1944

vermisst

 

POHL

Otto

1944

vermisst

 

PRECHT

Friedrich

1943

 

 

RAKE

Heinrich

1944

vermisst

 

RICHTER

Wilhelm

1943

 

 

RIMKAT

Paul

1945

 

20)

RISCH

Otto

1942

 

 

SASSE

Gerhard

1945

vermisst

 

KLINGBERG

Fritz

1944

gestorben

 

SIEPERT

Karl

1944

 

 

SCHÖNHOFF

Georg

1945

 

 

SCHRADER

Albert

1944

 

 

SCHRIEBER

Ernst

1943

vermisst

 

SCHRÖDER

Hermann

1945

vermisst

 

SCHULZ

Arthur

1945

 

 

SCHULZ

Karl

1942

 

 

STOLZE

Ernst-August

1941

 

 

STOLZE

Otto

1945

vermisst

 

STOLZE

Otto

1944

 

 

STOLZE

Wilhelm

1942

 

 

TESCHKE

Edmund

1944

vermisst

 

THIELE

Willi

1945

 

21)

VASTERLING

Heinrich

1944

vermisst

 

VÖLKER

Friedrich

1944

vermisst

 

WALTER

Heinrich

1943

vermisst

 

WALZNER

Leo

1944

 

 

WEHRS

Karl-Heinz

1943

vermisst

 

WINDFUHR

Helmut

1944

 

 

Beispiele weiterführender Erkundungen über www.volksbund.de/graebersuche :

1) (sofern identisch): SCHÖPFER, Georg, Dienstgr.: Musketier, Todesdatum: 31.08.1914. [Y0083517]  Georg SCHÖPFER ruht auf der Kriegsgräberstätte in Flavigny-le-Petit (Frankreich). Block 2 Grab 63

2) BODMANN, Karl, Dienstgrad: Musketier, Todesdatum: 10.10.1915. [T1007128]  Karl BODMANN ruht auf der Kriegsgräberstätte in Berru (Frankreich). Block 3 Grab 301

3) REDECKE, Friedrich, Dienstgrad: Leutnant der Reserve, Geburtsdatum: 08.12.1893, Todesdatum: 20.07.1916. [X0603590]  Friedrich REDECKE ruht a.d. Kriegsgräberstätte in Villers-au-Flos (Frankreich). Block 3 Grab 915

4) BÖDECKER, Wilhelm, Dienstgrad: Wachtmeister, Geburtsdatum: 26.10.1908 in Aligse, Todesdatum: 26.03.1945, Todesort: Verw.Umschlagstelle Neutief. [H1392828]  Wilhelm BÖDECKER wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt oder konnte im Rahmen von Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden. Nach den vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Kosa - Rußland

5) BORNAT, Gustav, Dienstgrad: (k.A.), Geburtsdatum: 22.08.1904, Vermisstendatum: 01.01.1945, Todesort: Ebenrode / Eydtkuhnen Ostpr. / Stallupoenen / Seeskerberg. [E3645165]  Nach den vorliegenden Informationen ist die o. g. Person seit 01.01.1945 vermisst.  Beim Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt ein Suchantrag nach dem Verschollenen gestellt, der auch nach wie vor gültig ist und verfolgt wird.

6) Engelke, Helmut, Dienstgrad: Gefreiter, Geburtsdatum: 16.10.1911 in Aligse, Todesdatum: 07.07.1945, Todesort: Kgf. Dnjepropetrowsk. [F2545168]  Helmut Engelke ist vermutlich als unbekannter Soldat auf die Kriegsgräberstätte in Donezk - Sammelfdh. KGF (Ukraine) überführt worden. Leider konnten bei den Umbettungen aus seinem ursprünglichen Grablageort zum Friedhof Donezk nicht alle deutschen Gefallenen geborgen werden. Es besteht jedoch die Möglichkeit, daß Helmut Engelke einer der deutschen Soldaten ist, deren Gebeine geborgen wurden, die aber trotz aller Bemühungen nicht identifiziert werden konnten. Sein Name wird im Gedenkbuch des Friedhofs verzeichnet.

7) Finke, Erich, Dienstgrad: Gefreiter, Geburtsdatum: 16.08.1919 in Aligse, Todesdatum: 07.01.1942, Todesort: Kujasewo. [X2664122]  Erich Finke wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt oder konnte im Rahmen von Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden. Nach den vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Muschischtschewo – Rußland.

8) Götting, Alfred Friedrich, Dienstgrad: Obergefreiter, Geburtsdatum: 01.11.1916 in Aligse, Todesdatum: 30.06.1941, Todesort: Minsk. [T4279887]  Alfred Friedrich Götting wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt oder konnte im Rahmen von Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden. Nach den vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Minsk – Belarus

9) Götting, Eduard, Dienstgrad: Gefreiter, Geburtsdatum: 02.01.1924 in Aligse, Todesdatum: 15.08.1943. [Z3288022]  Eduard Götting ruht auf der Kriegsgräberstätte in Lehrte-Aligse (BRD). Reihe K Grab 2

10) Götting, Friedrich, Dienstgrad: Sturmmann, Geburtsdatum: 28.06.1924 in Aligse, Todesdatum: 12.02.1943, Todesort: Artamonoff, 12 km ostw. Charkow. [F1870852]  Friedrich Götting wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt oder konnte im Rahmen von Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden. Nach den vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Artemowka – Ukraine

11) Götting, Karl, Dienstgrad: Schütze, Geburtsdatum: 21.11.1919 in Aligse, Todesdatum: 31.05.1940, Todesort: Ferme des Roses. [V1140195]  Karl Götting ruht a.d. Kriegsgräberstätte Noyers-Pont-Maugis (Frankreich). Block 5 Reihe 9 Grab 358

12) Heuer, Erich, Dienstgrad: (k.A.), Geburtsdatum: 24.07.1913 in Aligse, Vermisstendatum: 1944, Todesort: Elchniederung / Heinrichswalde / Kuckerneese / Tilsit. [V2343603]  Nach den vorliegenden Informationen ist die o. g. Person seit 1944 vermisst.

13) Höper, Gustav, Dienstgrad: Oberfeldwebel, Geburtsdatum: 19.03.1917 in Aligse, Todesdatum: 15.12.1944. [A3288023]  Gustav Höper ruht auf der Kriegsgräberstätte in Lehrte-Aligse (BRD).

14) Lindemann, Heinz, Dienstgrad: Pionier, Geburtsdatum: 21.04.1921 in Aligse, Todesdatum: 14.02.1942, Todesort: Warschau. [B0935424]  Heinz Lindemann ruht a.d. Kriegsgräberstätte Joachimow-Mogily (Polen). Tafel 92 Reihe 8 Grab 134

15) Lorenz, Karl, Dienstgrad: Gefreiter, Geburtsdatum: 21.07.1921 in Aligse, Todesdatum: 03.12.1943, Todesort: bei Tortschilicha. [E3958212]  Karl Lorenz wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt oder konnte im Rahmen von Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden. Nach den vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Turki Perewos – Rußland

16) Lüders, Gerhard, Dienstgrad: Gefreiter, Geburtsdatum: 04.03.1922 in Aligse, Todesdatum: 26.12.1943, Todesort: H.V.Pl. San.Kp. 1/111 m. F.P. 43715. [H2993550]  Gerhard Lüders wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt oder konnte im Rahmen von Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden. Nach den vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Welikaja Snamenka – Ukraine

17) Mollenhauer, Ernst August, Dienstgrad: Obergefreiter, Geburtsdatum: 01.11.1911 in Aligse,  Vermisstendatum: 28.01.1943, Todesort: b. Stalingrad. [V2170902]  Nach den vorliegenden Informationen ist die o. g. Person seit 28.01.1943 vermisst.

18) Neumärker, Rudolf, Dienstgrad: Obergefreiter, Geburtsdatum: 20.02.1919 in Aligse bei Lehrte, Todesdatum: 08.01.1945 - 16.01.1945, Todesort: bei Haselberg. [D3078515]  Rudolf Neumärker ruht a.d. Kriegsgräberstätte Cernjachovsk (Rußland). Block 4 Reihe 8 Grab 566

19) Osterwald, Hans, Dienstgrad: Gefreiter, Geburtsdatum: 31.07.1908 in Aligse, Todesdatum: 15.11.1944, Todesort: Feldlaz. 769 mot. [N1679394]  Hans Osterwald wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt oder konnte im Rahmen von Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden. Nach den vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Liepaja – Lettland

20) Rimkat, Paul, Dienstgrad: Obergefreiter, Geburtsdatum: 21.11.1913 in Akminischken, Todesdatum: 04.03.1945, Todesort: Gnoien. [U4015433]  Paul Rimkat ruht auf der Kriegsgräberstätte in Gnoien (BRD).

21) Thiele, Willi, Dienstgrad: Grenadier, Geburtsdatum: 11.01.1913 in Aligse, Todesdatum: 14.02.1945, Todesort: Marienbad,Res.Laz.IV. [J0941687]  Willi Thiele ruht a.d. Kriegsgräberstätte Marianske Lazne (Tschechische Republik). Block A Grab 59

Weitere Suchergebnisse über „Geburtsort Aligse“ bei www.volksbund.de/graebersuche (am Ehrenmal nicht genannt):

Name

Vorname

Geburtsdatum

Todesdatum

 

BOSSE

Gerd

11.03.1923

28.07.1943

22)

GÖLITZ

Georg

03.04.1887

26.05.1946

23)

LORENZ

Adolf Heinrich

22.10.1899

18.06.1946

24)

SCHRUMPF

Alfons

11.11.1922

11.02.1943

25)

THIEME

Günter

18.09.1922

22.10.1942

26)

ULRICH

Hermann

29.09.1913

01.12.1940

27)

VÖLGER

Karl

12.10.1903

04.08.1944

28)

WEBER

Heinz

06.10.1919

12.05.1940

29)

WOITKOWIAK

Hermann

09.07.1909

13.01.1942

30)

22) Bosse, Gerd, Dienstgrad: Unteroffizier, Geburtsdatum: 11.03.1923 in Aligse, Todesdatum: 28.07.1943, Todesort: Arthez. [Q0859686]  Gerd Bosse ruht auf der Kriegsgräberstätte in Berneuil (Frankreich). Block 8 Reihe 10 Grab 246

23) Gölitz, Georg, Dienstgrad: (k.A.), Geburtsdatum: 03.04.1887 in Aligse, Todesdatum: 26.05.1946.  

Georg Gölitz ruht auf der Kriegsgräberstätte in Lobetal (BRD). Reihe 35 Grab 279-3

24) Lorenz, Adolf Heinrich, Dienstgrad: Arbeiter, Geburtsdatum: 22.10.1899 in Aligse, Todesdatum: 18.06.1946. [G3288461]  Adolf Heinrich Lorenz ruht auf der Kriegsgräberstätte in Uetze-Hänigsen (BRD).

25) Schrumpf, Alfons, Dienstgrad: Grenadier, Geburtsdatum: 11.11.1922 in Aligse, Todesdatum: 11.02.1943, Todesort: Fela. 110 Tatewo. [F3272449]  Alfons Schrumpf ruht a.d. Kriegsgräberstätte in Rshew (Rußland). Block 2 - Unter den Unbekannten

26) Thieme, Günter, Dienstgrad: Oberkanonier, Geburtsdatum: 18.09.1922 in Aligse, Todesdatum: 22.10.1942, Todesort: Nawaginskaja. [C3417157]  Günter Thieme wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt oder konnte im Rahmen von Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden. Nach den vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Nawaginskaja – Rußland

27) Ulrich, Hermann, Dienstgrad: (k.A.), Geburtsdatum: 29.09.1913 in Aligse, Vermisstendatum: 01.12.1940, Todesort: Mittelabschnitt. [H3728643]  Nach den vorliegenden Informationen ist die o. g. Person seit 01.12.1940 vermisst.

28) Völger, Karl, Dienstgrad: Gefreiter, Geburtsdatum: 12.10.1903 in Aligse, Todesdatum: 04.08.1944, Todesort: Krzywolka. [A1243493]  Karl Völger wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt oder konnte im Rahmen von Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden. Nach den vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Krzywolka – Polen

29) Weber, Heinz, Dienstgrad: Gefreiter, Geburtsdatum: 06.10.1919 in Aligse, Todesdatum: 12.05.1940, Todesort: Valkenburg. [Z1239514]  Heinz Weber ruht auf der Kriegsgräberstätte in Ysselsteyn (Niederlande). Block CN Reihe 5 Grab 102

30) Woitkowiak, Hermann, Dienstgrad: Schütze, Geburtsdatum: 09.07.1909 in Aligse,  Todesdatum: 13.01.1942, Todesort: bei Medyn. [J3229694]  Hermann Woitkowiak wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt oder konnte im Rahmen von Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden. Nach den vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Medyn – Rußland

Die Abschrift der Grundsteinurkunde von 1921 als ein Zeitdokument:

Urkunde

Den im Großen Kriege 1914-18 Gefallenen aus der Gemeinde Aligse zum Gedächtnis wurde dieses Denkmal erbaut. Grundlegend für seine Errichtung war der Gedanke, den teueren Toten ein Erinnerungsmal für spätere Geschlechter zu setzen, das zugleich Kinder und Kindeskinder gemahnen soll an die große schwere Zeit, in der ihre Ahnen gelebt haben. Die Kosten des Baues wurden durch freiwillige Gaben der Gemeindemitglieder gedeckt. Ein in der Gemeindeversammlung gewählter Ausschuss begann im November 1920 mit der Sammlung und erbrachte, unterstützt durch den Opfersinn der Einwohner, 23321 Mark zusammen. Nach langen Verhandlungen über den Standort des Denkmals wurde die südliche Spitze des freien Platzes an der Straße nach Lehrte bestimmt. Von den eingereichten Entwürfen wählte man den des Architekten H. Behrens aus Lehrte aus und übertrug ihm die Ausführung. Die Modelle für die Bildhauerarbeiten fertigte der Bildhauer Hildebrand aus Burgdorf an. Die Steinmetz- und Setzerarbeiten führte der Bildhauer Haase aus Lehrte aus. Der Denkstein erhebt sich über einer 1,25 m hohen Anschüttung auf einem Betonsockel zu einer Höhe von 4,70 m. Auf der Vorderseite ist ein Emblem angebracht, das einen Stahlhelm und ein Schwert von einem Lorbeer umgeben erhaben darstellt, darüber die Inschrift: Den bis in den Tod Getreuen. Die Rückseite trägt die Namen der 29 Gefallenen aus der Gemeinde Aligse, darüber die Inschrift: Ihren Heldensöhnen die Gemeinde Aligse. An den beiden Schmalseiten zieht sich ein Fries aus Eichenlaub entlang unterbrochen von Wappenschildem, die den Reichsadler der Jetztzeit, das springende Pferd der Niedersachsen, den Löwen des früheren Herzogtums Lüneburg und den Mauerkranz der Familie Wilhelm Winkelmann - Aligse im Felde haben. Ein 50 cm hohes griechisches Kreuz aus Bronce krönt die Spitze. Im August 1921 wird der Bau vollendet sein. Dann steht das Denkmal als ein Liebeszeichen der Überlebenden aus dem Großen Kriege für die bis in den Tod Getreuen und als Zeuge der schweren Zeit, in der wir armen geknechteten Menschenkinder leben müssen. Aligse zählte am 8. Oktober 1919  204 Haushaltungen mit 905 Einwohnern. Im Jahre 1892 bekam Aligse den Bahnhof an der Eisenbahnstrecke Lehrte-Harburg. Weihnachten 1920 brannte zum ersten Male das elektrische Licht in den Wohnungen. Im Kriege 1914-18 stellte das Dorf 253 wehrfähige Männer. Am 2. August 1914 wurde Deutschland als Bundesgenosse Österreichs mit ihm in einen Krieg gegen Rußland, Frankreich und England verwickelt Die Feinde verstanden es, eine Welt von Waffen gegen uns aufzubieten. Selbst der Dreibundgenosse Italien wurde zum Verräter an unserer Sache. Als letzter der Großstaaten schloß sich Amerika unseren Gegnern an. ,,Je mehr Feind, je mehr Ehr" war der Wahlspruch der Zeit. Auf allen Fronten standen wir Schulter an Schulter mit unseren Verbündeten Österreich, Bulgarien und der Türkei weit in Feindesland hinein. Im Osten trieb unser bedeutendster Heerführer Generalfeldmarschall von Hindenburg die eingedrungenen Russen in siegreichen Schlachten über die Grenze zurück. Das Jahr 1917 brachte in Rußland die Revolution und den Waffenstillstand mit nachfolgendem Frieden in Brest-Litowsk im Frühjahr 1918. Während Deutschland sich siegreich behauptete, kämpften seine Kolonien einen aussichtslosen Kampf. Eine nach der anderen mußte sich ergeben. Als Letzte fiel Ostafrika nach langem zähen Widerstande unter dem General Lettow-Vorbek. Die Errungenschaften unserer Kriegstechnik übertrafen die aller anderen Staaten. Die 42cm-Mörser eröffneten die Reihe, dann folgten Luftschiffe und Flugzeuge, die Blockadebrecher „U-Deutschland“ und „U-Bremen“ und 1918 die 120 km weittragenden Geschütze, mit denen Paris beschossen wurde. Durch Englands Hungerblockade machte sich bald ein fühlbarer Mangel an  Nahrungsmitteln, Webwaren und anderen Materialien bemerkbar. Zur Metallgewinnung für Geschütze usw. wurden Denkmäler, Kirchenglocken u. dergl. beschlagnahmt. Auch die Glocken der Kirchengemeinde Aligse-Steinwedel wurden eingeschmolzen. Jetzt nehmen zwei Stahlglocken, deren eine zum Gedächtnis des gefallenen Otto Lüders-Aligse gestiftet ist, ihren Platz ein. Sie riefen am 12. Juni 1921 zum ersten Male zum Gottesdienst. Um die Vorräte im Lande zu strecken, schritt man zur Rationierung und führte auf fast allen Gebieten das Markensystem ein. In den Großstädten starben viele Leute an Entkräftung, die Grippe raffte Hunderttausende hinweg. Nach 4 langen Jahren des Hungerns und der Entbehrung peitschten gewissenlose Leute das Volk zur Selbsthilfe auf. Die Revolution brach aus. Alle deutschen Fürsten wurden zur Abdankung gezwungen, Deutschland wurde Republik. Auf Anordnung der Feinde wurden der Kaiser und der Kronprinz in Holland interniert. Am 11. November1918 kam der Waffenstillstand zustande und die bisher siegreichen Heere mußten einen schmachvollen Rückzug antreten. Jetzt glaubte das Volk, eine bessere Zeit sei im Werden. Bitter hatte es sich getäuscht. Nun tobte der Bruderkrieg im Lande. Von nur auf ihren Vorteil bedachten Leuten wurde die Massen gegen einander gehetzt. Tausende fielen durch Bruderhand. Zucht und Ordnung waren dahin, Raub und Totschlag die Parole. Die Preise und Löhne stiegen ins Ungeheure. Der Achtstundentag wurde eingeführt. Der Tagelohn betrug vor dem Kriege 3 – 3,50 Mark, jetzt 50 – 55. Ein Brot kostete vor dem Kriege 90 Pfennige, jetzt 8,80 Mark, ein Pfund Fleisch 65 Pf., jetzt 16 M., ein Ei 5 Pf., jetzt 1,20, 1 Liter Milch 12 Pf., jetzt 2,40 M., 1 Zentner Kartoffeln 2,50 M., jetzt 50 M., 1 Zentner Roggen 9 M., jetzt 105 M., 1 Paar Stiefel 12 M., jetzt 280 M., 1 Anzug 50 - 70 M., jetzt 1200 – 1500 M., 1 Eisenbahnfahrt von Aligse nach Hannover 4. Klasse  40 Pf., jetzt 2,60 M. Im Schleichhandel sind die Waren wesentlich teurer. Der Kurswert unserer Mark steht auf 7,8 Pfennige. Eine ungeheure Steuerlast ruht schwer auf dem Volke. Von allen verlassen ringt Deutschland um sein Fortbestehen. Auf Wilsons, des Präsidenten von Amerika, 14 Punkte hin entschloß man sich zu Friedensverhandlungen, aber sie wurden von den Feinden nicht beachtet. Nach vielen Konferenzen wurden endlich im Mai 1919 im Vertrage zu Versailles die Friedensbedingungen festgelegt. Immer offener trat Frankreichs Vernichtungswille und Rachgier hervor. Wohl ballt sich jedes Deutschen Faust ob solcher Willkür, aber ohnmächtig müssen wir alle Schikanen ertragen. Mit Waffengewalt versucht Frankreich seine Forderungen durchzudrücken. Der Rhein ist von seinen Armeen in breiter Front überschritten. Seine schwarzen Kolonialtruppen, „die schwarze Schmach“, sind die Herren in den besetzten Gebieten, der Schrecken der Frauen und Mädchen. Frankreichs Sinnen und Trachten richtet sich auf unsere wichtigste Lebensader, das Ruhrkohlenrevier. Im Osten treibt das kleine Polen Schindluder mit dem gefesselten Deutschland. So von allen Seiten gehetzt und geknechtet schmachtet das deutsche Volk nach einer besseren Zeit. Niedergeworfen, aber ungebeugt behauptet es seinen ihm gebührenden Platz an der Sonne.
Von deutscher Treue und deutschem Willen beseelt schwört die deutsche Jugend, das, wofür die Gefallenen 1914 hinausgezogen sind, hochzuhalten, dass dermaleinst das deutsche Lied mit altem Klange ertöne: Deutschland, Deutschland über alles.
Das walte Gott!

Aligse, im August 1921

 

Der Denkmalsausschuß:

 

Der Gemeindevorsteher:

gez. Wilhelm Bödecker

gez. Emil Schrader

gez. Lüders

gez. Heinrich Beinsen

gez. Wil helm Hornemann

(Siegel)

gez. Wilhelm Warmbold

gez. Otto Lüders

 

gez. Ernst Mollenhauer

gez. Gustav Osterwald

 

gez. Otto Lüpke

gez. Erich Busse

 

 

gez. Heinrich Schmidt

 

 
(es folgen die Namen und Todesdaten der im 1. Weltkrieg gefallenen)

Datum der Abschrift: Mai 2006

Beitrag von: Uwe Schärff und Norwin Schellin
Foto © 2006 Uwe Schärff

 

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