Begriffserklärung:
In Schleswig-Holstein, wo das Ringreiten als Volksfest Tradition hat,
kommt die erste Nachricht eines solchen Wettkampfes aus dem Jahr 1597,
als König Christian IV. von Dänemark Herzog Johann-Adolf von Gottorf
besuchte.
1730 gab
es in Garding / Schleswig-Holstein bereits eine "Ringreiter-Zunft",
deren Satzungen das Verhalten und die Regeln für Ringreiter sehr streng
festlegten.
Die
Bredstedter Ringreitergilde geht auf das Jahr 1793 zurück, die Tönninger
Ringreitergilde, die noch heute Uniformen im Stil der alten
Ordonnanzreiter trägt, wurde im Jahr 1823 begründet.
Heute ist aus der ursprünglich militärischen Übung ein typisch
norddeutsch/ dänischer Breitensport für Reiter geworden, bei dem statt
der bis zu drei Meter langen Lanzen oft kleinere Ringstecher verwendet
werden.
Aufgabe
ist es, vom Pferd aus den an einer Ringkrone befestigten Ring zu treffen
und mit der Lanze mitzunehmen. Wer die meisten Ringe "gestochen" hat,
ist König. Nach ihm kommen in der Rangfolge Kronprinz, Prinz und Junker.
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