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Umschrift:
 1914
- 1918
Dem Gedenken der im Weltkrieg gefallenen Söhne unserer Stadt
Rechte Tafel:
Oh Herr.
Vom Schweren kann nur Schweres lösen,
und wir sind schwergebückt in unserem Staube.
O eile Du die Kraft und einzuflößen
Zum Auferstehen.
Laß nicht dem Sturm zum Raube
Uns werden in der Zeiten Sturmgetöse!
Panier sei Hoffnung,
unser Schild Dein Glaube.
Linke Tafel:
Deutscher,
entblöße Dein Haupt,
Du stehst an heiligem Orte.
Kränze vom Lorbeer umlaubt,
verkünden gewaltige Worte.
Helden gefallen im Ringen Deutschlands
Um Ehr und Sein.
Nie wird ihr Name verklingen, geheiligt soll er uns sein.
Kleine Tafel vor dem Denkmal:
Dieses Denkmal
für die Opfer des
Weltkrieges wurde von dem Bildhauer
Prof. Adolf Brütt geschaffen und
am 14. Oktober 1923 eingeweiht.
In seiner Gestaltung und Ausstrahlung
weicht es von anderen Denkmalen die-
ser Art ab: zwei friedliche und bei aller
Trauer zukunftsfrohe Kinder in stillem
Gedenken an ihre gefallenen Väter und
Brüder. Als Bestandteil der Denkmalliste
Des Kreises Weimarer Land wurde es
1999 teilweise saniert.
Adolf Brütt (1855 – 1939) zählte zu den
bedeutendsten deutschen Bildhauern
seiner Zeit. Seine Plastiken wurden mit
zahlreichen Goldmedaillen, u.a. auf der
Weltausstellung 1900 in Paris, geehrt.
Brütt war Senator der Berliner Akademie,
von 1896 bis 1905 Professor an der
Hochschule für Bildende Künste in Ber-
lin. 1905 wurde er nach Weimar berufen
Mit dem Auftrag, dort die Weimarer Bild-
Hauerschule aufzubauen.
1923 bis 1939 lebte Adolf Brütt in
Bad Berka und schuf für die Stadt neben
Diesem Denkmal auch die Goethebüste
Am Brunnen im Kurpark.
Die Stadt verlieh ihm 1928 für seine Ver-
Dienste die Ehrenbürgerwürde. |