Die
Erfassung der Bronzedenkmäler für eine Metallspende des deutschen Volkes vom
22. Juni 1940
Im Landesarchiv Greifswald, Rep. 55, Nr. 506,
befindet sich diese Akte zuR Erhebung des Deutschen Gemeindetages, die
Beschreibungen vieler Denkmäler in Gemeinden und Städten mit Stellungnahmen
verschiedener Behörden enthält. Dr. Hermann Seils hat mir mitgeteilt, daß es
zum Kriegerdenkmal in Groß Nossin darin heißt:
"1. Kriegerdenkmal 1925 (Künstler nicht angegeben)
2. Stellungnahme der Gemeinde:
Das Denkmal soll erhalten bleiben, weil es künstlerischen, politischen und
heimatlichen Wert hat.
Stellungnahme des Landrates:
Ich stimme der Auffassung der Gemeinde aus folgenden nicht zu: Das
Kriegerdenkmal erfüllt ohne den Adler aus Bronze denselben Zweck. Gemauerter
Sockel, Granitblock, darauf Adler.
Gutachten des Landeskulturkonservators:
Aus künstlerischen Gründen wäre es zu begrüßen, wenn das ganze Denkmal
verschwände. Der Unterbau, wie auch die eingelassene Platte, zeugen von
keinem Verständnis für gute Denkmalgestaltung.
Gutachten des Provinzialverbandes:
Die Stellungnahme der Gemeinde, dass das Denkmal in seiner jetzigen Gestalt
erhalten bleiben soll, kann ich nicht beitreten. Eine Entfernung des Adlers
ist wünscht, da das an sich unschöne Denkmal ohne diesen zweifellos besser
wirken würde."
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Anzunehmen ist, dass das Denkmal danach
geschleift und die Namenstafel neben der Kirche in den Erdboden eingelassen
wurde, wo sie dann - relativ unscheinbar – erhalten blieb.
30.06.2004 by Heino Kebschull
Quellenangabe: Die vorstehenden Daten und
Texte habe ich mit freundlicher Genehmigung des Betreibers der Website
http://www.klein-nossin.de entnommen. Vielen Dank dafür an Heino
Kebschull!