Onlineprojekt Gefallenendenkmäler

Reichersbeuern (NS-Opfer), Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Oberbayern, Bayern

PLZ 83677

Wappen-Datei: by_lkr-bad-toelz-wolfratshausen_reichersbeuern.jpg

Denkmal für den Todesmarsch der Häftlinge des KZ Dachau gegen Kriegsende 1945.
Auf einem Betonsockel ist der Todesmarsch durch eine bronzene Figurengruppe plastisch dargestellt.
Eine Gedenkplatte erinnert an den Todesmarsch. Daneben ist auch noch eine Erinnerungstafel
mit einer näheren Beschreibung vorhanden (verkürzter Auszug s. Anm.) sowie eine englischsprachige
Gedenktafel für das 522. Feldartillerie-Bataillon der US-Armee, das das KZ Dachau befreite.

Inschriften:

HIER ENDETE IN DEN LETZTEN KRIEGSTAGEN
AM 2. MAI 1945 FÜR TAUSENDE ENTWÜRDIGTER
MENSCHEN DER LEIDENSWEG AUS DEM
KONZENTRATIONSLAGER DACHAU.
VIELE STARBEN VOR DER BEFREIUNG.

Anmerkung: Am 24. April 1945 begann der Todesmarsch mit der Räumung der Außenlager des KZ Dachau rund um Landsberg.
Die Häftlinge aus dem Lager Kaufering I kamen am 26. April in Dachau an. Sie alle mussten am Abend des 26. April zusammen mit
den Dachauern gegen 21.30 Uhr das Lager in Marschblöcken verlassen. So wurden rund zehntausend Häftlinge des
Konzentrationslagers Dachau und seinen Außenlagern in drei Todesmärschen überwiegend nachts von der Schutzstaffel (SS) in
Richtung Alpen getrieben. Am Abend des 1. Mai 1945 erreichten nur noch rund 2.700 Männer, Frauen und Jugendliche das
Wäldchen zwischen Reichersbeuern und Waakirchen. Mehrere tausend Menschen überlebten die physischen Strapazen und
Grausamkeiten nicht. - Vollständige Dokumentation siehe auch Internet:
www.waakirchen.de/de/waakirchen/geschichte/ende-des-todesmarsches.

Datum der Abschrift: 18.09.2026

Verantwortlich für diesen Beitrag: Jens Wendenhorst
Foto © 2026 Jens Wendenhorst