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Totenzettel









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Erfurt (Hauptfriedhof), Thüringen

PLZ 99092

Auf dem Erfurter Zentralfriedhof gibt es mehrere Bereiche mit Kriegsopfern und Gefallenen. Alle befinden sich in der Nähe der Trauerhallen bzw. des Haupteingangs. Nur die Gräber der Bombenopfer (mit den schwarzen Metallkreuzen) und die Gedenkmauer
mit den Namen der Verfolgten des Naziregimes liegen weiter im Inneren des Friedhofs.

1.) Gleich rechts von Haupteingang ist ein sehr großzügig angelegter Bereich, auf dem Tote des 2. Weltkrieges liegen. Die Namen stehen auf einfachen Granitkreuzen, die in zwei große Grabfelder aufgeteilt wurden. Zwischen diesen beiden Feldern ist ein leerer Raum (nur mit Wiese), der am Ende von einem konischen, ca. 4m hohen, Gedenkstein begrenzt wird. Auf dem Gedenkstein ist das Erfurter Stadtwappen zu sehen.

2.) Gegenüber dem Gräberfeld Nr.1, durch den breiten Hauptweg getrennt und ein paar Stufen hinab, liegen zwei Reihen mit Betonplatten.
Auf jeder Platte steht der Name und Lebensdaten. Darüber ist immer das Eiserne Kreuz zu sehen. Hier legen ebenfalls Tote des Zweiten Weltkrieges.

3.) Rechts und links der liegenden Platten von Nr. 2, durch eine Hecke abgetrennt, sind Betonkreuze
in Form des Eisernen Kreuzes für die Kriegstoten des 1.Weltkrieges aufgestellt.

4.) Am unteren Ende des linken Feldes von Nr.3 findet man eine Reihe mit kleinen, schmucklosen Steinplatten.
Auf ihnen stehen Namen und Lebensdaten von im 2. Weltkrieg Gefallenen.

5.) Am oberen Ende des rechten Feldes von Nr. 3 liegt ein großer Schiffsanker. Eine kleine Metallplatte am Boden trägt eine Widmung.
In Schrittweite steht ein kleine Mauer, die ebenfalls eine Tafel mit Widmung trägt.

6.) Am unteren Ende, rechts neben dem Gräberfeld mit den Eisernen Kreuzen (hier Nr. 3.) befindet sich ein weiteres Feld mit einfachen Granitkreuzen.
Hier sind Namen und Daten von Personen zu finden, die im oder nach dem zweiten Weltkrieg umgekommen sind.

7.) Kommt man von den Granitkreuzen (1.) und schaut zwischen den beiden Reihen mit liegenden Platten (2.) hindurch, sieht man am Ende einen gepflasterten Platz. An den Längsseiten dieses Platzes stehen etliche Betonplatten. Jede trägt eine große Urne und den Namen eines gestorbenen.

8.) An der Stirnseite des Platzes von Denkmal 7.) steht ein einfaches, sehr großes Denkmal. Obenauf ist eine Art Feuerschale zu sehen. In Körperhöhe sind drei Metallplatten angebracht. Eine für die Gefallenen des 1. Weltkriegs, zwei tragen Namen von im 2. Weltkrieg Gefallenen.

9.) Der Weg zum VdN – Ehrenhain (Verfolgte des Naziregimes) ist vom zentralen Eingang an ausgeschildert. Eine große Mauer aus weißen Steinen hat auf der linken Seite ein Relief, das ineinander verschlungene Menschenleiber darstellt. Diese Leiber werden durch ein rotes, auf der Spitze stehendes, Dreieck geteilt.
Am großen Rest der Mauer sind in regelmäßigen Abständen Metallplatten mit Namen und Daten angebracht.

10.) Tief im Inneren des Friedhofs findet man ein weiteres großes Gräberfeld. Hier liegen Tote, die durch Bombenangriffe ums Leben gekommen sind.
Es stehen immer mehrere Namen auf einfachen schwarzen Metallkreuzen. Der Gedenkstein für alle ist aus gegossenem Beton und so in Form gebracht,
dass er den Schriftzug „MEMENTO“ formt. Am Sockel ist eine kleine Widmung zu lesen.
 

Inschriften:

1.)
Die Toten mahnen.
Den Opfern des Bombenterrors
aus dem zweiten Weltkriege.

5.)
Bodenplatte:
Allen auf See gebliebenen zum Gedenken
Marine Kameradschaft
Erfurt 1886 – 1992

Platte in Mauer:
Zum Gedenken
Aller auf See Gebliebenen
Marinekameradschaft 1886 / 1992

7.)
Wir gedenken
der unbekannten Opfer des Faschismus
1933 – 1945

8).
Auch diese Opfer des I. und II. Weltkrieges fanden hier ihre Ruhe

9.)
Ehrendes Gedenken dem Antifaschistischen Widerstand und den Opfern des Naziregimes

Im ehrenden Gedenken an die durch den Faschismus in den Jahren 1933 – 1945 ermordeten jüdischen Bürger der Stadt Erfurt

10.)
MEMENTO
Den Opfern des Bomenkrieges 1944 - 1945
 

Namen der Gefallenen:

1. Weltkrieg

2. Weltkrieg

Familiengrabstätten

Verfolgte des Naziregimes

Bombenopfer

Marine Kameradschaft (ohne Namen)

Datum der Abschrift: 06.09.2009
Redaktionelle Änderungen: Heike Herold, Mai 2021

Beitrag von: Katja Kürschner
Foto © 2009 Katja Kürschner

 

 

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