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Gotha (1870/71: Stadtdenkmal), Kreis
Gotha, Thüringen:
Auszug aus dem Buch „Gothaer Denkmäler und Gedenksteine“ von
Matthias Wenzel, 2004: „Am 24. November 1872 – dem Totensonntag
– wurde um 15:30 Uhr auf dem 1843 eröffneten Friedhof III an der
heutigen Karl-Schwarz-Straße das so genannte Stadtdenkmal
feierlich eingeweiht. Die Weiherede hielt Generalsuperintendent
Dr. August Petersen. Vom Gothaer Maurermeister Heinrich Bracke
geschaffen, war es für die Gefallenen des Krieges 1870/71 von
ihren Gothaer Angehörigen errichtet worden.
Der auf dem Sockel ruhende Sandsteinobelisk stand gegenüber dem
Haupteingang. Auf der Frontseite befand sich ein Lorbeerkranz,
in dessen Mitte sich ein umgekehrtes Schwert mit einem
Palmenzweig kreuzte, darüber waren die Jahreszahlen 1870/71
angebracht. Die Inschrift lautete ‚Den in fremder Erde ruhenden
Opfern des Krieges’. Auf der Rückseite stand: ‚Gewidmet von
ihren Angehörigen in Gotha’. Darunter waren auf den vier Seiten
des Sockels die Namen der Gefallenen mit chronologischer Angabe
der Gefechte eingegraben.
Bis 1968 führte der bereits 1890 für Beerdigungen geschlossene
Friedhof ein verträumtes und abgeschiedenes Dasein. Damit wurde
er rigoros beseitigt, um fortan als Sportplatz der Arnoldischule
zu dienen. Die Reste des Stadtdenkmals liegen seitdem am Schloß
Mönchhof. Seit 1986 steht an der Stelle des Friedhofs eine
Schwimmhalle.“
Foto HIER (wird später
eingefügt)
Inschriften:
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Den in fremder Erde ruhenden Opfern des Krieges
Gewidmet von ihren Angehörigen in Gotha |
Datum der Abschrift: 23.08.2008
Beitrag von: Christian Kirchner
Foto © 2008 Christian Kirchner
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